Dienstag, 31. Januar 2012

Nach Canossa gehen wir nicht!

An diesen Ausspruch muss man sich erinnert fühlen, wenn man sich das Verhalten unserer Verantwortlichen in den KV's und PGR's unserer Stadt ansieht was die Zusammenlegung der bislang sieben Kirchengemeinden in bislang drei Pastoralverbünden zu einer Gesamtpfarrei angeht. Während in anderen Gegenden unseres Erzbistums die Gemeinden diesen Schritt schon mutig tun und die neuen pastoralen Räume entstehen (mit allen Vor- und Nachteilen), hat man sich bei uns nicht nur dafür entschieden, möglichst alles beim alten zu belassen, sondern vor allem ersteinmal wieder zu warten. Bis 2019... Aufbruch sieht anders aus.
Zumal sich die bislang im Vergleich sehr komfortable Personalausstattung sowieso nicht halten läßt. Und wenn man sich die Aktivitäten und den Kirchenbesuch in mancher Gemeinde anschaut, dann gibt es eh' zu viele Haupt- und Nebenamtliche. Man sollte sich aber nicht täuschen, es geht auch hier immer um Personen, Sympathien, Antipathien, Macht und Eitelkeit. Das Erzbistum ist bislang immer ganz gut damit gefahren, das hauptamtliche Personal komplett auszuwechseln. Einigen Betroffenen macht das nicht viel, andere haben da bislang (naiv?) noch nie dran gedacht.
Wenn Warten angesagt ist (was ja eigentlich keine christliche Grundhaltung ist), bekommt natürlich der Lack, der sich aus der Deckung wagt und Perspektiven präsentiert. Aber damit wird er leben können. Was wäre denn die Alternative?
Was ist denn schon dabei, wenn die Verwaltung der Gemeinden zusammengelegt wird? Das kann doch nur entlastend sein. In der Pastoral wird sich jede Gemeinde beweisen können (und müssen). Und dann haben sie ja die Möglichkeit, der dominant-gefürchteten "Muttergemeinde" zeigen zu können, wie "lebendige Gemeinde" geht. Oder auch nicht - "Hic Rhodos, hic salta!"
Schade finde ich nur, dass in diesem ganzen Prozess so viel Zeit vergeht und so viel Energie verschwendet wird. Das haben unsere Kirche und die Menschen in dieser Stadt nicht verdient.

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