Donnerstag, 2. Februar 2012

Eine gute Entscheidung in Bochum: Keine verkaufsoffenen Sonntage 2012!


BOCHUM Diese Entscheidung kam überraschend. Als erste Stadt im Revier kippt Bochum den verkaufsoffenen Sonntag. Mit einer Stimme Unterschied wurde der Wunsch des Einzelhandels abgelehnt. Anstatt 13 verkaufsoffene Sonntag wird es 2012 keinen einzigen geben.
Entsetzen in den Gesichtern der Befürworter, Schenkelklopfen bei den Gegnern. Erstmals hat sich der Rat der Stadt Bochum gegen den verkaufsoffenen Sonntag ausgesprochen.
Anders als geplant
Und das war so nicht geplant. Denn das Ritual bei der Abstimmung über das Sonntags-Shopping ist Jahr für Jahr gleich. Die Fraktionen geben das Votum frei. Jeder möge nach bestem Wissen und Gewissen entscheiden, nachdem die altbekannten Argumente für oder gegen den verkaufsoffenen Sonntag nochmals vorgetragen wurden. Das Ritual sieht dabei eine knappe Mehrheit für den Antrag des Einzelhandelsverbandes vor. 2012 kommt es anders. 75 Ratsherren und –frauen stimmen ab. Zwei Enthaltungen, dann die Frage nach den Gegenstimmen. Es wird gezählt. Mehrfach. Dann das Ergebnis: 37 Gegenstimmen, bleiben 36 Stimmen dafür. Das reicht nicht. Vorlage abgelehnt.
Erstmal kein neues Votum
„Der Rat hat entschieden, dass es 2012 in Bochum keine verkaufsoffenen Sonntage geben wird“, kommentiert Rechtsdezernentin Diane Jägers kurz und knapp. Dass dieses Votum nochmal umgestoßen werden könnte, daran glaubt sie derzeit nicht. „Wenn der Einzelhandelsverband uns anspricht, werden wir das prüfen“, sagt sie. Doch es gebe auch klare gesetzliche Regelungen. Damit ist Bochum die bislang einzige Stadt im Revier, die das Sonntags-Shoppen unterbindet. Damit hatten selbst die Gegner nicht gerechnet und teilweise machten sie nach der Abstimmung einen Rückzieher – man könne doch noch
mal reden, es ginge doch nur um die Anzahl der betroffenen Sonntage. Doch zum Reden ist es erstmal zu spät. In anderen Kommunen wie beispielsweise Dortmund und Essen steht eine Entscheidung über die Sonntagsöffnungszeiten noch aus.

Glückwünsche in die Nachbarstadt zu dieser guten Entscheidung!
Bei uns haben's Kirchen und Gewerkschaften verschlafen...

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