Donnerstag, 9. Februar 2012

Gospelchor: Das kann man mal machen...

"Seien Sie mutig in der Auswahl Ihres Repertoires. Und ich meine damit nicht unbedingt die Gospelchöre: Ich empfinde es manchmal an der Grenze zur Peinlichkeit, wenn erwachsene, blasse Mitteleuropäer versuchen, im Rhythmus der Musik mit dem ganzen Körper mitzuwiegen oder mitzuklatschen – das kann man mal machen, aber auf die Dauer entspricht das einfach nicht unserem Naturell."

Aus einem Beitrag von Gabriel Dessauer in den neuen "Kirchenmusikalischen Mitteilungen" des Erzbistums Paderborn.
Ich könnte bei Gospelchören immer schreiend rauslaufen. Tue ich aber nicht, denn ich gehe gar nicht hin ;)
Gospelchor ist nur dann gut, wenn der Gesang aus den schwermütigen Tiefen afroamerikanischer Baptistenkehlen kommt. Der steife Swing protestantisch-norddeutscher Verwaltungsfachangesteller und Sozialpädagoginnen erinnert mich immer an die erzwungene Leichtigkeit nachmittäglicher Tanztees in ostwestfälischen Kurorten. Da hilft auch kein rasant um den Hals geschlungener bunter Schal. Oh, happy day...

Kommentare:

  1. Besser hätte man es nicht sagen können, danke! Was man, zumal auf dem Lande, an Chormusik in unseren Kirchen zu hören bekommt, läßt einem nur zu oft Hören und Sehen vergehen. Wenn dann der Chor auch noch den Hochaltar verbarrikadiert, ist bei mir das Maß voll.

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  2. ;-) Stimmt...in den meisten Chören kann man hier nicht mal im Rhythmus klatschen... ;-)

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