Freitag, 10. Februar 2012

Scholastika: Jene vermochte mehr, weil sie mehr liebte

Über Scholastika haben wir nur Kenntnis durch den Bericht Papst Gregors d.Gr. Besonders bekannt ist die Schilderung des letzten Besuches ihres Bruders, des hl. Benedikt, als sie ihn zwang zur Fortsetzung ihrer geistlichen Gespräche bei ihr zu bleiben, indem sie durch ihr Gebet ein plötzliches Gewitter bewirkte, das ein Verlassen des Hauses unmöglich machte. Als sie kurz darauf starb, sah ihr Bruder ihre Seele wie eine Taube zum Himmel aufsteigen.
Wunderschön nimmt darauf das "alte" Tagesgebet Bezug:

"O Gott, Du ließest die Seele Deiner heiligen Jungfrau Scholastika in Gestalt einer Taube zum Himmel emporsteigen, um ihren unschuldigen Wandel zu offenbaren; gib uns um ihrer Verdienste und Fürbitten willen die Gnade, so unschuldig zu leben, daß wir zu den ewigen Freuden gelangen dürfen."

Im "neuen" Tagesgebet steigt die Taube nicht mehr:

"Erhabener Gott, wir begehen das Gedächtnis der heiligen Jungfrau Scholastika. Laß uns nach ihrem Beispiel dir stets in aufrichtiger Liebe dienen und gewähre uns in deiner Güte einst einen seligen Heimgang zu dir."

Schade um die Taube. 

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