Sonntag, 18. März 2012

Laetare: Die Quelle göttlicher Tröstung

"Freue dich, Stadt Jerusalem! Seid fröhlich zusammen mit ihr, alle, die ihr traurig wart. Freut euch und trinkt euch satt an der Quelle göttlicher Tröstung", so lautet der Introitus des heutigen Sonntags. Über diese "Quelle der göttlichen Tröstung" möchte ich heute etwas nachdenken.
Vom Wortstamm her hängt "Trost" mit "treu" zusammen und bedeutet soviel wie "Festigkeit". In vielen Situationen von Krankheit und Leid gehen uns Halt und Festigkeit verloren, wir brauchen Trost. Mein Glauben kann so ein Quelle sein aus der ich Trost schöpfen kann: Gott tröstet, weil er treu ist. Das Geschehen vom Karfreitag macht deutlich, dass Gott selbst in alle menschlichen Abgründe mitgeht, Ostern wiederum bedeutet, dass es eine Hoffnung auf Leben und Erlösung gibt. Aber wie hilft mir das im Alltag? "Christus ist unter euch, er ist die Hoffnung auf Herrlichkeit" schreibt der Apostel Paulus im Kolosserbrief. Dort wo ich Christus begegne ist Hoffnung, und wo Hoffnung ist, ist Trost: im Gebet, im Gottesdienst, aber auch in einem guten Gespräch mit einem anderen Menschen und überall dort, wo ich wieder in einer inneren und äußeren Durststrecke eine Quelle finde. Und dazu brauche ich keine Wünschelrute: Wenn ich ein wenig meine Sinne und mein Herz öffne, ist die nächste Quelle nicht weit weg. Ich wünsche uns allen an diesem Sonntag, dass wir immer wieder solche Quellen finden!

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