Mittwoch, 14. März 2012

Seelsorgertagung - kurze Nachlese

Wie versprochen noch ein paar Bilder aus dem Bergkloster Bestwig, dem "Provinzhaus der Europäischen Provinz der Schwestern der hl. Maria Magdalena Postel". Die Gemeinschaft wurde nach den Wirren der Revolution 1807 von einer französischen Lehrerin gegründet und kam 1862 nach Heiligenstadt in Thüringen. Durch die deutsche Teilung verlegte die Ordensleitung 1968 ihren Sitz in das neu erbaute Mutterhaus nach Bestwig, 2002 konnte das Generalat nach Heiligenstadt zurückkehren, seitdem ist in Bestwig das Provinzhaus. Die Aufgaben der Schwestern lauten seit ihrer Gründung: "Die Jugend unterrichten, die Armen unterstützen und nach Kräften Not lindern." Im Internet sind die Schwestern unter www.smmp.de zu finden.
Kapelle und Krypta sind wesentlich von H.G. Bücker gestaltet, der u.a. auch für die Domrenovierung in Paderborn verantwortlich war.




Die Schwestern sangen die Vesper aus dem "Christuslob", das war recht ordentlich. Was ich als liturgischen Kuddelmuddel empfinde, sind diese sog. "Laudesmessen", wie sie dann unser Diözesanbeauftragter am nächsten Morgen mit uns gefeiert hat: Liturgische Eröffnung wie im Stundengebet, Hymnus sozusagen als Eingangslied, Psalmen und Canticum, Tagesoration, Lesung aus der Messe, Responsorium aus der Laudes, dann alles normal weiter wie in der Messe aber dann das Benedictus als Danksagung nach der Kommunion. Außer einer gewissen Gebetsrationalisierung erschließt sich mir der Sinn solcher Aktionen nicht.
Was die akademische "Memorandumsbegeisterung" der theologischen Fakultät Münster und unserer Referentin angeht, ist mir noch einmal deutlich geworden, wie wenig ich mich eigentlich für einzelne Personen begeistern kann. Ich habe während meines eigenen Studiums nie irgendwelche Professoren besonders toll gefunden (damals füllte Eugen Drewermann noch Samstags morgens das Audimax mit älteren Lehrerinnen), sondern habe immer auch versucht zu fragen, was denn der Glaube der Kirche sei um mir dann meine Meinung zu bilden. Das scheint mir eine geeignete Richtschnur zu sein, denn ich mache mich nicht von Einzelmeinungen abhängig (die sich ja auch wieder ändern können), sondern versuche mir ein Fundament zu schaffen, das mir Sicherheit und auch ganz viel Gelassenheit ermöglicht.

1 Kommentar:

  1. Es gibt auch noch die geraffte Form einer Laudesse: Eröffnung, Hymnus, Psalm, Canticum, Tagesgebet, Lesung aus der Messe, Psalm (Antwortpsalm und Laudespsalm zugleich), Evangelium etc. und natürlich das Benedictus als Danksagung nach der Kommunion.

    Is man "schneller von ab"!

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