Donnerstag, 24. Mai 2012

Einkehrtagesausflug

Gestern waren wir mit allen ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen unterwegs. Zuerst ging es nach Büren, dort haben wir uns die ehemalige Jesuitenkirche Maria Immaculata angesehen:
 Ein barocker Bau, den man so in Westfalen nicht vermuten würde:

 An der Orgel durfte ich dann während unserer Andacht spielen:
Kirche und Kolleggebäude von außen, für eine kleine Stadt wie Büren ein beeindruckendes Ensemble:
Die Pfarrkirche St. Nikolaus, beeinflusst durch Zisterzienserarchitektur, innen birgt sie eine Johann-Patroclus-Möller-Orgel. Außerdem hat man bei der vorletzen Renovierung die qualitätvolle neugotische Ausstattung der "Wiedenbrücker Schule" rausgeworfen und bei der letzten Renovierung wieder aufgestellt. Die Innenaufnahmen sind nur leider nichts geworden.
Dann ging es weiter in die alte Hansestadt Soest, zuerst in die wohl bedeutendste der westfälischen Hallenkirchen: Maria zur Wiese. Gebaut wurde sie als Marienkirche für das heute in Werl verehrte Gnadenbild. In der Reformation wurden alle Kirchen in Soest - bis auf das Patroklistift - evangelisch. Die Ausstattung hat sich aber fast überall erhalten.
Hier das berühmte "Westfälische Abendmahl" mit Schweinskopf, Bier, Schnaps und Pumpernickel:
Während des Besuchs ging ein gewaltiges Gewitter mit Hagel über uns nieder, das hörte sich in der Kirche sehr eindrucksvoll an.
Diese wunderschöne kleine Kirche heißt "Maria zur Höhe", im Volksmund "Hohnekirche" genannt:
 Sie ist reichhaltig mit Fresken ausgemalt, hier ein Blick in die Heiliggrabnische:
Zum Schluß der Patroklidom mit dem wohl wuchtigsten der westfälischen Eintürme, dahinter gleich die Kirche St. Petri:
Der Dom von innen. "Dom" ist natürlich nicht ganz korrekt, an St. Patroklus existierte einst ein Kanonikerstift. Heute trägt St. Patroklus den Titel einer Propsteikirche.
Allen hat es gut gefallen, wer Zeit hat und mal in die Gegend kommt, dem sei ein Besuch sehr empfohlen!

Kommentare:

  1. An der Möller-Orgel durfte ich mal spielen; lang, lang ist's her.

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    1. Ich hoffe nicht allzulang ;)
      In der Jesuitenkirche war auch einmal eine Möller-Orgel, die ist aber 'rausgeflogen als es preußisches Lehrerseminar war. Ich bin aber davon ab immer wieder beeindruckt, wie Organisten so ihren Arbeitsplatz hinterlassen. Mir wäre es peinlich, wenn alle in meinen alten Schuhen schnüffeln könnten...

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  2. Ja, manche Spieltische und das Umfeld sehen manchmal aus wie ein Rübenacker, neben dem Orgelpfeifen wachsen. In der Humusschicht unter der Pedalklaviatur könnte man obendrein manchmal echt Gemüse anbauen.

    Die Krönung sind dann falsche Registerschildchen. An einer spätromantischen Orgel, die man irgendwann orgelbewegt verhunzt hatte und die ich "spielend" erst kennenlernen konnte, schaltete ich irgendwann eine Unda Maris dazu und bekam irgendein Quintengezwitscher geliefert.

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