Freitag, 13. Juli 2012

Ethische Empfehlung zu Patientenverfügungen

In einer Vorsorgevollmacht bzw. Betreuungsverfügung lege ich fest, WER im Krankheitsfall meinen Willen umsetzen soll wenn ich das nicht mehr tun kann. In einer Patientenverfügung bestimme ich diesen Willen, also WIE ich behandelt werden möchte. In der Theorie schön und gut, in der Praxis immer wieder mit Schwierigkeiten verbunden.
In unseren Kliniken haben wir die "Christliche Patientenvorsorge" als Standard festgelegt, d.h. als katholische Einrichtung geben unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch nur diese an Patienten und Angehörige aus und beraten sie natürlich dabei. Die "Christliche Patientenvorsorge" ist zwar auch nicht ohne Mängel, stellt aber insgesamt eine gute Orientierungshilfe dar und wird auch sehr gut nachgefragt. Klar ist, mit 'mal eben ankreuzen ist es nicht getan!

Der diözesane Ethikrat im Erzbistum Paderborn hat jetzt eine interessante Empfehlung zum Umgang mit Patientenverfügungen herausgegeben. Das Grundanliegen von Patientenverfügungen wird zunächst dargestellt, dann der rechtliche Rahmen erläutert. Im dritten Teil wird eine ethische Orientierung gegeben, daraus folgen dann Empfehlungen, die besonders für katholische Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen wichtig sind. Glossar und Literaturhinweise schließen die Handreichung ab. Den Link dazu gibt es hier.
Ich finde: Sollte man gelesen haben!

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