Samstag, 25. August 2012

Wo die wahren Freuden sind...

Manchmal reicht es wirklich. Riesentheater am Freitag auf der Arbeit weil manche Ehrenamtliche einen echten Furz im Kopf haben und meinen, ihnen müsste ständig die ganze Welt dankbar zu Füßen liegen. Wenn dann etwas nicht so läuft wie sie es für richtig halten, rennen sie zur Zeitung und die sind sommerlocherhitzt für jeden noch so kleinen Skandal dankbar. Der arme kleine engagementwillige Bürger und die große, böse, paragraphenreitende Institution...
Dann hatte ich eine Krankenkommunion, erfreulich weil selten, bei der ich anschließend um 5 Euro angepumpt wurde. Die evangelische Kollegin musste derweil für eine penetrante Bittstellerin Freitags nachmittags Inkontinenzwindeln besorgen, und "Er" regte sich berechtigterweise über die neuen "Pastoralen Räume" auf: In seinem Heimatort würde ihm der leitende Pfarrer untersagen zu zelebrieren, weil eine zusätzliche Messe nicht ins neue Konzept passt, also bleibt die Kirche lieber zu. Genauso traf "Er" auch am letzten Sonntag einen Priester unserer Stadt der keine Messe hatte, weil ja "Ferienordnung" war...
Und dann seit Donnerstag Totalausfall von Telefon und Internet und angekokelte Steckdosen. Seit gestern versuchen wir mit Hilfe unseres Lieblingselektrikers so langsam wieder Kontakt zur Außenwelt aufzunehmen. Ich sage nur "Telekomhotline"...
Also habe ich auch keinen Kopf für Edith-Stein-Triduum oder Orgelkonzert mit CD-Vorstellung. Es geht einfach nicht. Ich kann es nicht.
Was tröstet in dem ganzen Gewusel? "Gib, daß wir lieben, was du befiehlst, und ersehnen, was Du verheißen hast, damit in der Unbeständigkeit dieses Lebens unsere Herzen dort verankert seien, wo die wahren Freuden sind." So heißt es im Tagesgebet für diesen Sonntag.
Da ist was dran. Einen schönen Samstag Abend!

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