Donnerstag, 13. September 2012

Johannes Chrysostomos: Weggemobbt!

Zweimal wurde der heutige Tagesheilige in die Verbannung geschickt: Beim ersten Mal betrieb die Kaiserin in Konstantinopel die Absetzung des Patriarchen wegen seiner unliebsamen Kritik am luxuriösen Lebensstil der reichen Damen. Johannes konnte zwar bald zurückkehren, aber eine zweite Ausweisung war endgültig: Er wurde nach Armenien verbracht und sollte von dort an das Ostufer des schwarzen Meeres transportiert werden. Auf dem Weg dorthin starb er an Erschöpfung.
Gibt es das heute noch, jemanden "in die Verbannung schicken"? - Ich glaube ja, nur nennen wir es heute anders, z.B. "Mobbing". Aber im Grunde ist es das Gleiche: Menschen werden schlecht gemacht, über sie wird hergezogen, ihre Arbeit wird ungerechtfertigt kritisiert, sie werden gemieden, ja, sie werden gleichsam in die Verbannung geschickt. Und das alles ganz geschickt und subtil, denn man kennt sich mit dem Thema ja bestens aus. Die einen machen es, die anderen sehen zu, keiner tut etwas dagegen.
"Gott sei für alles gepriesen", das waren die letzten Worte des hl. Johannes Chrysostomos. Das werden diejenigen an die ich gerade denke nicht sagen können.

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