Dienstag, 25. September 2012

Wieder da! - Und jetzt auch noch mit Bildern...

Los geht der Urlaub in Kroatien mit der mitteldalmatinischen Metropole Split. Die ganze Altstadt besteht quasi aus dem zum Weltkulturerbe zählenden Diokletianspalast. Man meint wirklich, dass man mitten durch die Antike wandert. Aus dem Mausoleum des Kaisers ist dann - Gerechtigkeit der Geschichte - die Kathedrale entstanden:
Die Besichtigungssituation ist allerdings ziemlich daneben: Man betritt die Kathedrale durch den Chorraum und schlängelt sich dann an dem Volksaltarmöbel vorbei. Geht gar nicht. Fotografieren ist verboten, vielleicht deshalb ;)
Nach gut einer Stunde Überfahrt mit dem Katamaran landet man dann in einem Gesamtkunstwerk aus Licht, Landschaft, Wasser, Architektur und Lebensfreude:
Diese Kirche ist nicht nur seit über 800 Jahren eine veritable Kathedrale und Bischofssitz, hier wirkt auch der kroatische Willi Hoffsümmer (kennt den noch jemand?) der sonntäglichen Kinderkatechesen. Aber es ist für alle erträglich: Immerhin hält er sich in allem ans Messbuch und hier sind die Menschen auch schlau genug für drei Lesungen (was man den Leuten im deutschsprachigen Raum ja nicht zumuten kann...)

Was eine "Bismark-Pizza" ist, habe ich nicht herausbekommen. Vielleicht etwas mit Heringen? Aber als Ultramontaner wollte ich auch keine bestellen...
 Hier noch einige Inseleindrücke:
 Eine Gottesanbeterin. Das Männchen war irgendwie weg...

Das hier ist jetzt das Franziskanerkloster. Franziskaner gibt es in Kroatien ja wie bei uns im Ruhrgebiet früher Vinzentinerinnen: Fast überall. Im Kreuzgang finden im Sommer schöne Konzerte statt. Wir haben dort einen traditionellen dalmatinischen Männerchor, einen sog. "Klapa" gehört, was ob der Stimmfülle sehr eindrucksvoll war.
Die Lagerung mancher Gegenstände im Klostermuseum lässt allerdings etwas zu wünschen übrig. Bei allem notwendigen Respekt fällt mir dabei das Stichwort "Weltraumschrott" ein...
Apropos Weltraumschrott: Bei wenigen deutschen Programmen im Fernsehen und Party auf der Hotelterasse unter meinem Zimmerfenster habe ich am Sonntag spätabends nicht nur nach Jahren mal wieder "Die Brücke von Arnheim" auf 3-Sat gesehen (wunderbar: "Die Alliierten kommen, Herr Generalfeldmarschall!" - "Ach was, jetzt gehen wir erstmal essen!"),
sondern davor den skurillen Dokumentarfilm "Die Mondverschwörung". Echt empfehlenswert: Ein amerikanischer Journalist reist durch Deutschland (ähnlich wie damals Borat in den USA, nur seriös) und interviewt deutsche Verschwörungstheoretiker. Es geht um Außerirdische, Kondensstreifen, vergiftete Euros, Plutonium, Hitler am Südpol, Reichsflugscheiben, Neuschwabenland, die Wewelsburg und vieles mehr. Und natürlich die freimaurerisch-kapitalistisch-jüdische Weltverschwörung. Zumindest im religiösen Bereich meine ich mich mit solchen seltsamen Ansichten auszukennen. Aber der Film hat mich wegen der missionarischen Ernsthaftigkeit der Beteiligten wirklich noch einmal beeindruckt. Hier hätten nur noch die Piusbrüder und die Sedis gefehlt, aber vielleicht waren sie ja ganz zu Beginn im Interview, ich konnte erst nach der dalmatinischen Fischplatte einschalten;)


Zum Schluss noch einmal Split. Hier saß ich dann heute morgen mit Espresso und Zigarette und war echt froh, noch einmal dem westfälischen Herbstanfang für ein paar Tage entkommen zu sein!
Trotzdem schön wieder zuhause zu sein!

Kommentare:

  1. Ein köstlicher Bericht mit schönen Bildern. Von welcher Insel ist denn die Rede?

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    1. Danke! Eigentlich sollte es ja ein Geheimtipp bleiben, aber wir sind hier ja unter uns ;) Die Insel ist Hvar.

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