Donnerstag, 18. Oktober 2012

18. Oktober: Lukas: Nach längerem Suchen...

Heute am Fest des hl. Evangelisten Lukas entsprechende Bilder zu finden, ist, zumindest in unserer Gegend, nicht ganz einfach, gibt es doch meines Wissens hier weit und breit kein katholisches Lukas-Patrozinium einer Kirche. Doch bei den evangelischen Schwestern und Brüdern bin ich dann fündig geworden.
Zuerst also das sog. "Lukaszentrum" mit der heute auch als Multifunktionsraum genutzten Kirche der ehem. "Anstaltsgemeinde". Das hört sich gruselig an, bezeichnet aber u.a. die dort ansässige Schwesterngemeinschaft der Diakonissen, die über viele Jahrzehnte sozial segensreich gewirkt haben. Diakonissen sehen ungefähr so aus:
Die Kirche wurde 1976 gebaut und war, was auch sonst, geschlossen. das schmiedeeiserne Kreuz links vom Eingang stammt vom Turm der Gedächtniskirche, einer imposanten neugotischen Kirche die früher in der Stadtmitte stand. Gedächtniskirche deshalb, weil sie u.a. an die Reformation und das preußische Bündnis von Thron und Altar erinnern sollte. Nach Kriegszerstörungen stand sie noch bis 1967 als Ruine, dann hat man sie abgerissen und einen Parkplatz aus dem Gelände gemacht. Hätte man noch ein paar Jahre gewartet, wäre ihr dieses Schicksal vielleicht erspart geblieben, denn so stark zerstört war sie gar nicht. Einige Ausstattungsgegenstände wurden dann auf evangelische Einrichtungen in der Stadt verteilt.
In der benachbarten Kapelle des evangelischen Krankenhauses hatte ich dann etwas mehr Glück. Die alte neugotische Kapelle musste in den 1970er Jahren einem Neubau weichen, die alten Glocken hat man malerisch auf der Wiese davor abgelegt:
 Der Innenraum der Kapelle. Orgel geht.
Auf dem Boden vor der Predigtkiste fanden sich etwas unmotiviert hingestellt zwei allerdings sehr schöne neugotische Kanzelfiguren, auch aus der schon erwähnten Gedächtniskirche, und eine davon könnte dann vielleicht auch endlich der hl. Lukas sein:
Das Motto im Eingangsbereich finde ich sehr passend: "Christo in aegrotis". Man hat es zur Sicherheit auch auf deutsch daneben auf einer kleinen Erklärungstafel übersetzt.
Allen die Lukas heißen, auch der lieben Vinzentinerin Sr. Luka, alles Gute zum Namenstag!


Kommentare:

  1. Das schmiedeeiserne Kreuz links vom Eingang des Lukaszentrum,stammt nicht vom Turm der Gedächtniskirche, sondern vom Turm der ehemaligen Mutterhauskirche.

    B.K.

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