Donnerstag, 27. Dezember 2012

Komm' zur Ruhr! - mit Nachweihnachtsgedanken...

Der etwas bittere Beigeschmack an großen christlichen Festen ist ja, dass man sich dabei immer gewisse Nebengeräusche angeblich aufgeklärter Religions- und Kirchenkritiker auf meist indiskutablem Niveau anhören muss. Dabei kann man wahrnehmen, dass der Ton immer schärfer und aggressiver wird. Wahrscheinlich meint man dadurch noch kränkender und verletzender zu sein, oder man wird auch sonst medial nicht mehr wahrgenommen. Ein echtes Zeichen, das auch sicher Aufmerksamkeit erregen würde, wäre doch: "Ich scheiße auf das Christentum" (das wäre noch normaler Jargon), "und deshalb gehe ich an allen diesen Scheißfeiertagen arbeiten! Jawoll, ich gehe arbeiten. Aus Protest! Ich will von dieser Scheißkirche nichts geschenkt haben!".
Tja das wäre doch mal was. Macht aber keiner.
Vielleicht ist auch mancher so aggressiv weil er insgeheim doch merkt, dass ein Leben ohne Religion nicht nur intellektuell absurd, sondern auch menschlich sehr, sehr traurig ist. Vielleicht ist es auch ein Verlust von Höflichkeit: In modernen Erziehungskonzepten wird immer viel von Respekt und Toleranz gesprochen. Aber beim Blick auf unser Zusammenleben scheint dabei ja irgendwie wenig herauszukommen. Von Höflichkeit ist nie die Rede. Respekt und Toleranz scheinen doch eher etwas einforderbares zu sein, richtige Höflichkeit dagegen ist etwas was mit Achtsamkeit, Güte, Demut und Geduld zu tun hat. So könnte doch auch der Umgang zwischen Andersdenkenden sein. Könnten wir nicht höflich miteinander umgehen?

Wie auch immer, auf solche Gedanken kann man bei diesem Wetter leicht kommen:




Oder ist es doch, wie ein guter Freund meint, alles sinnlos? Immerhin regnet es gerade nicht...

Kommentare:

  1. Würde ich voll unterschreiben. Aber an die Ruhr komme ich jetzt trotzdem nicht, auch wenn es hier gerade regnet ... ;-)

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    1. Schade;) Aber es regnet hier ja auch schon seit Stunden wieder...

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