Montag, 30. April 2012

Tanz in den (Tag vor dem ersten) Mai

Auf, auf, ihr Brüder! Erhebt den Bacchus auf den Thron und setzt euch nieder! Wir trinken schon. Edite, bibite, collegiales! Post multa saecula pocula nulla!

Mit herzlichem Dank und Gruß an Platos Chef, C&B, alle Schnitzelbräter, Kleinbahnvorsitzenden, Bierserviererinnen, Taxifahrer, Kioskbesitzer, Bier- und Zigarettenverkäufer, Pizzalieferanten und zufällig angequatschte Unbeteiligte!

Sonntag, 29. April 2012

Der Gute-Hirten-Sonntag

Früher wurden am Gute-Hirten-Sonntag die Priesteramtskandidaten des Paderborner Leokonviktes ins Bistum geschickt. Gemeinden konnten um solche Besuche nachfragen und man fuhr dann zu mehreren z.B. nach Neheim oder Kirchhundem. Der erste Auftritt war die Vorabendmesse, dann wurde in Gastfamilien übernachtet (das fand ich trotz aller Gastfreundschaft immer gruselig) und am nächsten Tag wurde man durch die Sonntagsmessen gereicht, anschließend gab es dann ein Beisammensein mit interessierten Leuten aus der Gemeinde im Pfarrheim.
Wenn ich mir das jetzt so mit 20 Jahren Abstand überlege, hatte es natürlich etwas von Schaulaufen und ich glaube, dass wir uns auch irgendwie ziemlich fromm-blasiert aufgeführt haben. Auf der anderen Seite kam man doch mit ein paar Menschen in Kontakt. Und wenn man auf die Anmeldezahlen im Konvikt schaut waren wir damals über 100 Studenten...

Samstag, 28. April 2012

Im Garten wächst ein Alien

Das Bild ist schon einige Tage alt, mittlerweile ist "ES" noch größer geworden...
Allen Leserinnen und Lesern ein schönes Wochenende!

Donnerstag, 26. April 2012

Wahlen in NRW

Am Tag der großen Meisterfeier in Dortmund sind ja nebenbei noch Landtagswahlen in unserem schönen Bundesland. Seit heute ist auch wieder der "Wahl-o-Mat" am Start. Wer ihn noch nicht kennt: Die Landeszentrale für politische Bildung hat 38 Fragen zu umstrittenen politischen Themenfeldern formuliert und daraufhin die Programme der Parteien unter die Lupe genommen. Beim "Wahl-o-Maten" kann ich diese Fragen anklicken (zustimmen, ablehnen, neutral) und bekomme hinterher ermittelt, welcher Partei meine Antworten inhaltlich am nächsten sind.
Es lohnt sich auf jeden Fall das auszuprobieren!
Ich habe es gerade gemacht und war über das Ergebnis echt erschrocken...

Was wollte das Konzil überhaupt?

Auf eine interessante Veranstaltung der ehemaligen Kollegen in der KBS Olpe mache ich gerne aufmerksam:
 
50 Jahre nach Konzilsbeginn - Die Wirkungsgeschichte eines kirchlichen Jahrtausendereignisses

Seit Eröffnung des Zweiten Vatikanischen Konzils durch Papst Johannes XXIII. im Jahr 1962 ist mittlerweile ein halbes Jahrhundert vergangen. Doch nach wie vor sorgt gerade dieses Konzil unvermindert für Gesprächsstoff. Viele Katholiken sind der Ansicht, die Anstöße des Konzils seien noch lange nicht verwirklicht und weitere innerkirchliche Reformen dringend notwendig. Andere erheben mahnend die Stimme und meinen, die Reformen seien schon viel zu weit getrieben worden. Sie fordern sogar eine Revision zu den Verhältnissen vor dem Konzil.
Das katholische Bildungswerk im Kreis Olpe will das Konzil und die Folgen in den Blick nehmen. Bei der zentralen Vortragsveranstaltung am Donnerstag, 26. April, stellen sich besonders zwei Leitfragen Was wollte das Konzil überhaupt? Und welche Wirkung hat es erzielt - sowohl innerkirchlich, als auch im Verhältnis von Kirche und Gesellschaft? Beginn der Veranstaltung im „Alten Pastorat“, Frankfurterstr. 8 in Olpe, ist um 19.30 Uhr.
Als Referent konnte der Paderborner Professor Dr. Josef Meyer zu Schlochtern gewonnen werden. Meyer zu Schlochtern, geboren 1950, lehrte nach dem Studium an mehreren deutschen Universitäten sowie in England und in den USA. Seit 1992 vertritt er an der Theologischen Fakultät Paderborn die Fächer Fundamentaltheologie, Vergleichende Religionswissenschaft und Konfessionskunde.
Darüberhinaus hat er sich in ganz Deutschland einen Namen in der Kunstszene gemacht. Meyer zu Schlochtern förderte und forderte Installationen in der Bildenden Kunst, die den Menschen und dessen Beziehung zu Gott im Kirchenraum wie in profaner Umgebung.
 


Weitere Informationen in der Katholischen Bildungsstätte Olpe (KBS), Telefon 02761/942200 oder per E-Mail anmeldung@kbs-olpe.de.

MzS ist Priester des Bistums Münster (deshalb die Krawatte ;) und so wie ich ihn kennen gelernt habe kein universitärer Ideologe oder Kirchenpolitiker, sondern ein realistischer Wissenschaftler. Von daher wage ich einmal den Vortrag zu empfehlen!
Prof. Dr. Josef Meyer zu Schlochtern
Foto Pressestelle Erzbistum Paderborn

Dienstag, 24. April 2012

Schwule Flamingos!

"Flamingo pride" - muss man gesehen haben!

Hier der Link

Ich lach' mich weg! - und bis zum Ende gucken...

Freitag, 20. April 2012

Predigt ohne Fluchtmöglichkeit

"Er", wir haben an dieser Stelle schon öfter von ihm gesprochen, begleitet im Moment als Seelsorger die Fahrt eines Luxuskreuzfahrtschiffes.
Über den Sinn oder Unsinn solcher Unternehmungen könnte man jetzt Vieles und Grundsätzliches sagen, mir genügt aber schon völlig der Kommentar eines Kollegen von der Krankenhauspforte: "Hat ja einen Vorteil: Da kann bei der Predigt keiner abhauen!"

Wer sonst in jeder Predigt das revolutionäre Element gegen "die da oben" pflegt, scheint sich im (dienstlichen) Urlaub im Kreise der Schnösel doch recht wohl zu fühlen...

Pastorale Räume: Es rumort in der Fläche

Seit Anfang März besteht der Pastorale Raum Meschede, ein Zusammenschluss der katholischen Pastoralverbände Kirchspiel Calle, Meschede und Ruhr-Valmetal. Und schon jetzt rumort es in der Fläche.

Den ganzen Artikel gibt es hier!

Osterbrunnen und nachkonziliare Preisfrage

Heute morgen einmal etwas schön anzuschauendes, der österlich-festlich geschmückte Marienbrunnen auf dem Marktplatz von Volkach/Main:
Die Liturgiereform und die "künstlerische" Neugestaltung der Kirchen hat uns ja viele Fragen hinterlassen, z.B. "Was soll das?" oder "Muss das sein?". Die heutige Preisfrage lautet: "Wie komme ich da rauf?"
Die kreativsten Vorschläge werden prämiert...

Donnerstag, 19. April 2012

Stripperin beim Osterfeuer - oder: Haben kirchliche Feiertage Sinn?


"Liebe Leserinnen und Leser,

die Feiertags-Saison ist eröffnet! Die Zeit des „Brückenschlags“ ist da! „Gott sei Dank“ – denn nach Karfreitag und Ostern garantieren nun Christi-Himmelfahrt, Fronleichnam und Pfingsten lange Wochenenden. Name und Sinn dieser Tage geraten mehr und mehr in Vergessenheit. Doch was solls?
Man hilft sich mit dem Gattungsbegriff – und wünscht sich „schöne Feiertage“!
Keine Frage: Jeder freut sich über freie Tage. Und niemand erwartet, dass Christen an kirchlichen Feiertagen ihr Haupt mit Asche bestreuen und, ein Wegkreuz schulternd, auf Knien zu Wallfahrtsstätten rutschen, pausenlos büßen und beten.
Nichts spricht dagegen, „die Brückentage“ bei Verwandten, am Strand oder im Schnee zu verbringen. Auch hier lassen sich Feiertage würdig gestalten, auch dort gibt es nämlich Kirchen. Doch da knien meist nur Einheimische.

Einfach mal „abhängen“ und „Party-machen”

Sind wir ehrlich: Ostern steht längst für Frühlingsfest. Christi-Himmelfahrt steht für Vatertag, Pfingsten für einen Kurzurlaub (oder Schützenfest) – und Allerheiligen „mutiert“ mehr und mehr zu Halloween. Ob nun der 1. Mai oder Fronleichnam ansteht - ist mehr und mehr völlig egal! Hauptsache frei, die Seele baumeln lassen, einfach „abhängen“ oder „Party-machen“. Skurril eigentlich auch, wie selbstverständlich und gelassen selbst Atheisten und Kirchenkritiker kirchliche Feiertage „einsacken“.
Sollen wir sie abschaffen, so manche der „freien“ kirchlichen Feiertage? Sollten wir stattdessen den „Tag des Baumes und der Kröte“, den „Weltethos-Montag“, den „Tag für Demokratie und Menschenrechte“, den „Tag der Gesundheit“ einführen? Vielgötterei hat längst Hochkonjunktur.
Die Kirchen verteidigen ihre Feiertage. Sie seien wichtig für das „Bewusstsein“, böten vielen eine Chance zur Besinnung. Das kann man anders sehen. In Italien und anderen Ländern sind Karfreitag, Pfingstmontag, Fronleichnam und Christi-Himmelfahrt keine „freien“ Feiertage.
Ob dies das „Bewusstsein“ der dortigen Christen schmälert?
Gründonnerstag beispielsweise ist bei uns kein gesetzlicher Feiertag. Doch die Liturgie ist stets gut besucht und gehört zu den bewegendsten des Kirchenjahres.
Nicht dass Sie mich falsch verstehen: Ich bin nicht gegen Feiertage. Schwierig wird es dann, wenn die Feiertage hohl und leer werden - das ist mir neuerlich klar geworden, als ich davon hörte, dass sich „die Jugend“ (wie es in mehreren Dörfern vorgekommen sein soll) am Karfreitag sinnlos besäuft, weil man ja eh nichts mit dem „stillen“ Karfreitag anfangen kann, oder, dass am Karfreitag beim Aufbau des Osterfeuers eine Stripperin für Kurzweile sorgt.
Haben wir nur noch Feiertage zum „Party-machen“? Eventuell müssen wir uns ja doch mal über den Sinn und den Inhalt unser Feiertage unterhalten. Oder?"

Aus dem aktuellen Pfarrbrief eines Freundes der Pfarrer im Sauerland ist.

Dienstag, 17. April 2012

Der Papst - ganz persönlich. Teil II

In den 80'ern war ich links: Ich wollte den Vatikan auflösen und den Bischöfen ihre dicken Dienstwagen wegnehmen (obwohl letzteres, eigentlich..., naja). Messen auf dem Teppichboden in einem Jugendbildungshaus fand ich toll. Aber irgendwann kam mir dabei immer mehr Unbehagen. Religion konnte ich an unserem Gymnasium als Leistungskurs wählen. 4 Jungs (in Reihe auf der einen Seite sitzend), 4 Mädchen auf der anderen Seite, in der Mitte der Lehrer. Wir haben natürlich über Entwicklungshilfe und Rüstungsexporte gesprochen, aber auch im Rahmen unserer Möglichkeiten theologische Texte gelesen und diskutiert. Ratzinger kam dabei ziemlich selten vor, eher Küng und Halbfas. Im Studium gab es dann einen zweisemestrigen "Theologischen Grundkurs", Grundlage war dabei Ratzingers "Einführung in das Christentum", das war schon richtig gut. Heute, so höre ich, bekommen an manchen Fakultäten Studenten ihre Seminararbeiten zurück wenn sie Ratzinger zitieren. Bei Romaufenthalten konnte man ihn dann schon einmal treffen wenn er im Campo Santo zelebrierte oder morgens einfach auf dem Weg zur Arbeit war. Als er zum Papst gewählt wurde habe ich mich einfach nur gefreut und war gerührt. Über seine Leistungen können andere besser schreiben als ich. Wenn man die Erinnerungen seines Bruders liest, taucht dabei eine vergangene Welt auf, gleichzeitig aber auch eine Kirche, die es so nicht mehr gibt. Natürlich, jede Zeit gibt dem Glauben ihre spezifischen und wandelbaren Ausdrucksformen. Das ist auch gut so, denn wir können ja nicht wie manche Tradis 19. Jahrhundert spielen, das wäre wie Dampfloktage im Eisenbahnmuseum. Aber dass der Glaube in seinem Kern erschüttert wird und die "Erschütterer" meist noch aus den eigenen Reihen stammen, ist eine Entwicklung der letzten Jahrzehnte, die übrigens auch das Konzil weder gewollt, noch abgesehen hat. Joseph Ratzinger hat das frühzeitig erkannt und ist sich in Person und Lehre immer treu geblieben.

Vielleicht bis hierhin ersteinmal.
Ein wacher Geist und hoher Intellekt, dazu persönliche Bescheidenheit und eine gewisse Schüchternheit, das fasziniert mich so an ihm. Und seine Vorliebe für Katzen. Ad multos annos!

Montag, 16. April 2012

Der Papst - ganz persönlich. Teil I

Zum heutigen Geburtstag des hl. Vaters noch ein paar ganz persönliche Anmerkungen.
Ich habe bislang vier Päpste erleben dürfen. Als Paul VI. 1978 starb war ich im 3. Schuljahr. Meine Erinnerung als Kind ist nur, dass er alt und krank war, bei uns aber nie schlecht über ihn gesprochen wurde (Pillenpaul usw.). Ich weiß noch, dass uns damals die Evangelischen auf dem Schulhof hänseln wollten als er gestorben war. Da die meisten in meiner "Kinder-Schulhofbande" allerdings katholisch waren (wir waren auch mehr und stärker), hatte sich das in der nächsten großen Pause recht schnell erledigt. Was mir im Nachhinein als stärkstes Bild in Erinnerung bleibt, war der aufgebahrte, völlig einsam auf dem Petersplatz stehende, einfache Sarg, in dem der Wind im aufgeschlagenen Evangeliar blätterte. Vielleicht ein Bild für dieses Pontifikat. Erst heute wird mir klar, dass Paul VI. in seinem Anspruch und seiner Tragik ein wirklich großer Papst war.
Johannes Paul I. erschien dann in seiner Direktheit und seinem berühmten Lächeln wie eine Befreiung (von was eigentlich?). Wenn man heute seine Briefe an berühmte Persönlichkeiten liest, kann man sie vielleicht mit dem "Geistlichen Tagebuch" Johannes XXIII. vergleichen, ähnlich tiefsinnig und persönlich fromm, aber doch deutlich strenger und belehrender. Ein progressiver Reformpapst wäre er sicherlich nicht geworden. Das war übrigens Johannes XXIII. auch nicht.
1979 war ich das erste Mal in Rom. Johannes Paul II. kam gerade von einer Reise nach Amerika zurück und alles stand irgendwie unter Strom. Ein polnischer Pater führte uns durch den Vatikan: "Im Himmel ist alles wohlgeordnet, hier ist Demokratie", ist mir noch in Erinnerung geblieben. Ich gebe zu, so richtig konnte ich mit Johannes Paul II. nie warm werden. Seine politischen Verdienste sind unbestritten, innerkirchlich bleiben Fragen: Disziplinär hat er viel zu oft die Zügel schlörren lassen um dann viel zu spät verstörend die Peitsche zu schwingen. Das passte nicht. Es war mir alles zu plakativ, zu groß in den Gesten, zu wenig differenziert. Zu viel Show, zu viele bunte Hüte aufsetzen, zu wenig Sorgfalt. Ein Tiefpunkt der Liturgie war für mich die Eröffnung des Heiligen Jahres 2000. Der Papst sah aus wie der Vogelfänger in der Zauberflöte. Vielleicht liegt es auch daran, dass ich mit der ganzen polnischen Mentalität und Frömmigkeit wenig anfangen kann. Natürlich, das ist alles mein ganz persönlicher Eindruck. Obwohl: 1996 konnte ich Johannes Paul II. in der direkten Begegnung beim Besuch in Paderborn erleben, ich habe damals in der Organisation mitgearbeitet und war ziemlich nah dran. Er hat ein Charisma gehabt dem man sich nicht entziehen konnte, und wenn er einen begrüßte, hatte man den Eindruck: "Der kennt dich schon lange"...
Dann kam Benedikt XVI., seine Wahl habe ich erlebt, als ich im Kloster Stiepel zur Messe wollte, kurz vorher einer der Mönche weißen Rauch ankündigte und ich dann nach Hause gerast bin um die Bilder im Fernsehen mitzubekommen. Ich glaube noch nie haben so viele Leute (einschließlich Mönche) eine Kirche fluchtartig verlassen um Fernsehen zu gucken.

Der zweite Teil folgt morgen. 

Österliche Begegnungen: Alles Alltag - oder was?

Nachdem gestern schon in mancher Kirche verkündet wurde Ostern sei vorbei, wird es Zeit, sich in der heutigen "österlichen Begegnung" mit dem Alltag zu beschäftigen:
In diesem Jahr sei Ostern kälter gewesen als Weihnachten hat mir neulich eine Mitarbeiterin erzählt. Das kann ich nicht nachprüfen, aber da wo ich wohne, und das ist nun nicht gerade im Gebirge, hat es am Karsamstag geschneit. Das ist wirklich nicht das, was wir von Ostern erwarten, zumindest nicht vom Wetter. Aber, liebe Leserinnen und Leser, das ist auch nicht weiter schlimm, denn wir haben ja noch ganz viel Zeit, Ostern zu feiern: „Die Zeit der Fünfzig Tage vom Sonntag der Auferstehung bis zum Pfingstsonntag wird als ‚der große Tag des Herrn’ gefeiert“, so heißt es in den liturgischen Vorschriften. Kein anderes Fest im Jahr wird so lange gefeiert wie Ostern. Bis Pfingsten brennt die Osterkerze an einem hervorgehobenen Platz, wird das ‚Halleluja’ besonders häufig gesungen, ist die liturgische Farbe der Gewänder das festliche Weiß und die Osterlieder übertreffen sich gegenseitig in jubelnden Texten und Melodien.
„Es ist schon wieder Alltag“ stöhnen wir manchmal wenn uns nach schönen erlebnis- oder erholungsreichen Zeiten die Routine wieder einholt. „Das meiste am Leben ist Mühsal und Beschwer“ weiß schon der Dichter der Psalmen im Alten Testament. Und es stimmt auch: Vieles lässt unser Leben wirklich grau und langweilig erscheinen.
Ein Kollege von mir hat einmal in einer Predigt den Leuten gesagt: „Ich wünsche Ihnen Osteraugen!“ und er erzählte von einem ländlichen Brauch in Frankreich, am Ostermorgen beim Geläut der Glocken zum Dorfbrunnen zu laufen und sich dort die Augen mit frischem, klarem Brunnenwasser zu waschen. In Franken, unser Bild zeigt den Marktplatz von Volkach, habe ich die festlich geschmückten Osterbrunnen selbst bewundern können. Da ist etwas dran: Meine Alltagsaugen mit der klaren Frische der Osterbotschaft zu waschen! Ich glaube wirklich, dass es uns dann gelingt, uns selbst und die Dinge unseres Lebens in neuer Farbigkeit und Helligkeit zu sehen! Und dafür haben wir jetzt noch ganz viel Oster-Zeit.

Heute möchte ich auch Papst Benedikt XVI. ganz herzlich zum Geburtstag gratulieren und ihm Gesundheit und Gottes Segen wünschen - "ad multos annos!"

Samstag, 14. April 2012

Weißer Sonntag in Westfalen

Unserm Herzen soll die Stunde
Ewig unvergeßlich sein,
Mit dem Herzen, mit dem Munde
Schwören wir, Gott treu zu sein.

Heute feiern meist überall die Kinder ihre erste heil. Kommunion. Sie werden in Prozession aus der Schule in die Kirche geführt. Die Mädchen tragen in der Regel schwarze Kleider und grüne Kränze. Weiße Engelchen gehen, Blumen streuend, voran. Vor dem Amte der heil. Messe erneuern die Kinder den Taufbund. Die heil. Kommunion wird ihnen entweder an der Kommunionbank oder an den Stufen des Altares gespendet. Zwei Engelchen mit brennenden Kerzen begleiten sie hin und zurück.
Die alte, dem Kirchengebote entsprechende Sitte, die Kinder vor dem 14. Jahre zur heiligen Kommunion zuzulassen, wenn sie genügend unterrichtet sind, ist in einigen Pfarreien, wie in Elspe, immer beibehalten; in anderen ist sie seit der Paderborner Diözesansynode von 1867 wieder eingeführt.
Zu Giershagen wird an diesem Tage morgens 5 Uhr ein Ritt um die Kirche gehalten. Kein Pferd bleibt im Stalle. Ein Reiter zieht mit dem Kreuze voran, zwei andere tragen Fahnen, und so geht der Zug unter Absingung des Te Deum dreimal um die Kirche. Zur Zeit einer Pferdeseuche soll dies gelobt worden sein. Darum heißt dieser Ritt die gelobte Prozession.

Aus: Sömer, Peter: Hageröschen aus dem Herzogtum Westfalen, Paderborn 1909, 130

Allen einen schönen Weißen Sonntag!
Übrigens: 2:1 :)

Österliche Begegnungen: Christus und der ungläubige Thomas

Im dritten Teil unserer „österlichen Begegnungen“, liebe Leserinnen und Leser, treffen wir auf den Apostel Thomas, der bei der ersten Erscheinung des Auferstandenen nicht dabei war.
Er zweifelt und sagt: „Wenn ich ihn nicht wirklich sehen und berühren kann, glaube ich nicht!“
Acht Tage darauf tritt Jesus in ihre Mitte, zu Thomas sagt er: “Reiche deinen Finger her und sieh meine Hände, und reiche deine Hand und lege sie in meine Seite, und sei nicht ungläubig, sondern gläubig!“ Thomas antwortete ihm: „Mein Herr und mein Gott!“ Jesus sprach zu ihm: „Weil du mich gesehen hast, glaubst du. Selig, die nicht sehen und doch glauben.“

Das kürzeste Glaubensbekenntnis des Christen: Mein Herr und mein Gott! Thomas gelangt vom Unglauben, vom Zweifel, vom Zögern zum Glauben, zur Sicherheit, zur Entschiedenheit. Er wagt den Sprung in die Herzmitte des Herrn. Thomas springt von der bloßen Religion, die sagt: „Es ist ein Gott!“ zum Glauben, der bekennt: „Es ist mein Gott!“ Wer zweifeln kann wie Thomas, braucht nicht zu verzweifeln. Er hat die Kraft zu entschiedenem Vertrauen und zu gefestigtem Glauben. Jesus hat den Zweifler Thomas nicht brüsk abgewiesen und ihn nicht verurteilt. Er hat ihm über seine Zweifel hinweg eine Brücke der liebenden Anschauung gebaut. So konnte der Glaube wachsen und sich versichern gegen die Zweifel des Außenstehenden. Und doch: Ein Lob dem Zweifel? Ja – wenn der Zweifel nicht zum Zynismus und zur geistigen Trägheit verkommt. Wenn der Zweifel Aufbruch wird zur sehnsuchtsvollen Suche und zur Hoffnung auf die ewige Anschauung Gottes – dann stehen wir alle als Zweifler mit Thomas vor dem Auferstandenen und können sagen: „Mein Herr und mein Gott!“ Und die Seligpreisung Jesu gilt am Ende jedem Menschen guten Willens, der nach der Wahrheit sucht, und damit, ob er es weiß oder nicht, Gott sucht. Selig, die nicht sehen – denn das Wesentlichste, die Liebe des Herrn, ist für die Augen unsichtbar, für das Herz aber, das zum Herzen spricht, strahlend deutlich und klar.

Freitag, 13. April 2012

Österliche Begegnungen: Der Weg nach Emmaus

Im zweiten Teil unserer „österlichen Begegnungen“, liebe Leserinnen und Leser, geht es um die beiden Jünger, die sich nach dem Tod Jesu in ein nahe Jerusalem gelegenes Dorf namens Emmaus aufmachen. Während sie noch traurig und bedrückt über die zurückliegenden Ereignisse reden, kommt Jesus hinzu und erklärt ihnen den Sinn und die Bedeutung des Geschehenen. Kurz vor dem Ziel will er sich verabschieden, die Jünger wollen ihn aber nicht gehen lassen: „Herr, bleibe bei uns, denn es will Abend werden und der Tag hat sich schon geneigt!“ Jesus geht mit ihnen in die Herberge, und als er mit ihnen das Brot bricht, erkennen sie ihn als den auferstandenen Herrn. Voller Freude kehren sie noch in der Nacht nach Jerusalem zurück und verkünden den anderen Jüngern was sie unterwegs erlebt und wie sie Jesus erkannt hatten, als er das Brot mit ihnen brach.

Die Künstlerin Evelyn Körber aus Erfurt hat in ihrem 2005/2006 geschaffenen Glasfensterzyklus in der Kapelle des St. Anna Hospitals in Herne den Weg nach Emmaus eindrucksvoll dargestellt: Sind die Jünger auch zunächst noch in den grau-schwarzen Farben der Trauer und der Verzweiflung verhaftet, so legt doch der auferstandene Herr gleichsam seinen Arm um ihre Schultern und nimmt sie mit hinein in den wie Morgenrot schimmernden neuen Horizont des Lebens und der Hoffnung.
Der Bochumer Neutestamentler Thomas Söding schreibt dazu in einer Meditation: “Jesus handelt wie ein guter Seelsorger. Er zieht sich nicht zurück, obwohl er nicht erkannt wird. Er platzt nicht gleich mit seiner Botschaft heraus, sondern fragt seine Begleiter nach ihrer Not. Er reißt nicht das Wort an sich, sondern lässt erst einmal erzählen und hört aufmerksam zu. Er lässt aber die beiden Jünger auch nicht im Ungewissen, sondern gibt ihnen, wenn die Zeit da ist, an seinem Wissen Anteil.“ – So mit Menschen umzugehen, liebe Leserinnen und Leser, ist nicht nur ein Leitbild für Hauptamtliche. Das ist etwas für jeden von uns.

Donnerstag, 12. April 2012

Österliche Begegnungen: Christus und Maria Magdalena

In der Osterzeit, liebe Leserinnen und Leser, möchte ich in einer kleinen Reihe „österliche Begegnungen“ vorstellen. Ganz nebenbei geht es auch um moderne Kunst, die ich nicht mit dem neulich präsentierten Aufkleber schmücken würde ;) 
Es beginnt mit Christus und Maria Magdalena. Sie kommt in der Frühe des Ostermorgens zum Grab um den toten Leib des Herrn zu salben. Doch der Verschlußstein des Grabes ist weggewälzt und der Leichnam ist verschwunden. Maria steht am Grab und weint. Als sie sich in das Grab hineinbeugt sieht sie dort zwei Engel, und als sie sich umwendet trifft sie auf Jesus, den sie aber nicht erkennt. Er sagt zu ihr: „Frau, warum weinst Du? Wen suchst Du?“ Maria meint, es sei der Gärtner und bittet ihn, ihr zu sagen, wo er den Leichnam hingelegt hat. Erst als Jesus sie mit ihrem Namen anspricht, „Maria!“, erkennt sie ihn und sagt: „Rabbuni, mein Herr!“ Jesus spricht zu ihr: „Rühre mich nicht an; denn ich bin noch nicht aufgefahren zu meinem Vater; Geh und sag meinen Brüdern: Ich gehe hinauf zu meinem und eurem Vater, zu meinem und eurem Gott.“ Maria ging und verkündete: „Ich habe den Herrn gesehen!“

Der Künstler Thomas Jessen hat 1998 bei seiner Gestaltung der Rückwand der Kapelle der Kommende in Dortmund, dem Sozialinstitut des Erzbistums Paderborn, Maria Magdalena auf einem Schachbrett dargestellt. Das Schachbrett, uraltes Symbol des Lebens, des Kampfes zwischen Schwarz und Weiß, zwischen Gut und Böse in der Welt und im Herzen des Menschen. Schachmatt ist der Christ nie, wenn er den Kampf nicht vor der Zeit, nein, vor der Ewigkeit verloren gibt, wenn er auf Gottes unerwartete und siegreiche Schachzüge vertraut. Die Botschaft ist klar: Noch ist niemand von uns der Mühsal und Müdigkeit des Alltags enthoben. Jeder hört wie Maria Magdalena: „Halte mich nicht fest. Geh!“ Nicht festklammern, sondern mutiges Gehen zu den Menschen mit der Botschaft von der Auferstehung im Herzen: das ist der Auftrag des Christen. „Ite, missa est – Geht, es ist gesendet!“ heißt es am Ende der Messe. Gesendet auf das Schachbrett von Gut und Böse der Welt, in die vielen Grauzonen und Dämmerungen unseres eigenen Lebens, aber, und das ist die Botschaft von Ostern, mit der unbesiegbaren Gewissheit im Herzen, dass Jesus Christus uns durch Leid und Tod vorangegangen ist und uns in der Ewigkeit erwartet. Die erste österliche Begegnung: Sendung und Hoffnung.

Dienstag, 10. April 2012

Kirche und moderne Kunst: Endlich die Lösung!

Als Pin oder Aufkleber besonders passend zu fränkischen Augustinerkirchen, aber auch sonst hervorragend zu Volksaltären, Chorraumumgestaltungen, Kirchenausmalungen und -bestuhlungen, neuem Geistlichen Liedgut, Überstolen und vielem mehr. Einfach draufpinnen, die Erleichterung setzt sofort spürbar ein!
Entdeckt bei Boesner.

Montag, 9. April 2012

"Die immer in die Kirche rennen, sind auch nicht besser!"

Dieser Spruch stimmt. Zumindest seit meinem Erlebnis heute morgen. Familiäre Gründe verschlugen mich heute ins Hochamt in eine Gemeinde im Dortmunder Osten. Es war auch sehr schön, mein ehemaliger Heimatpfarrer wirkt dort als Subsidiar und so war die Messe mit mancher Erinnerung gefüllt.
Am Ende der Messe, wir wollen gerade gehen, deutet eine ältere Frau wild gestikulierend auf die Sitzkissen, die man beim Hinausgehen wieder in die dafür vorgesehenen Behältnisse legen soll. Ich denke mir dabei nichts weiter, war ich doch für die Rückgabe der Gesangbücher zuständig, meine Begleitung für die Sitzkissen. Daraufhin fängt die ältere Frau an, mich im Windfang der Kirche vor allen Leuten wild zu beschimpfen: Da sei ich ja genau der Richtige, Kissen nehmen und nicht zurückzulegen, das wäre eine Unverschämtheit usw. Ich war erst etwas verdutzt und bin dann hinter der Frau her um sie zur Rede zu stellen. Die Frau läuft los, immer noch schimpfend, ich hinterher. Ich fasse sie etwas unsanft an der Schulter um sie aufzuhalten. Daraufhin bedroht sie mich mit Gesangbuch und Taschenschirm. Ich sage, zugegeben mit etwas verstärkter Stimmlage, dass das mit den Kissen Unsinn sei und was ihr denn einfiele, mich zu beschimpfen. Sie hört aber nicht auf zu keifen. Ich, im Bewusstsein aller erlernten Gesprächs- und Deeskalationsstrategien:" Sie haben wohl nicht alle aufm Christbaum, Sie sind ja völlig bescheuert!!!"
Die Frau verlässt fluchtartig den Kirchplatz. Die anderen Leute, die aus der Kirche kommen, lassen den Mund offen stehen.
Jetzt mache mir bitte niemand den Vorwurf, ich hätte anders reagieren sollen. In der Theorie hört sich sowas nämlich immer prächtig an. Aber denjenigen, der in der Praxis völlig reflektiert sagt: "Ich höre da bei Ihnen so eine Spannung heraus..." habe ich noch nicht getroffen.
Solche Kirchenblockwarte wie diese Frau begegnen einem häufiger: Immer dort, wo man fremd ist und sich vielleicht auf einen Stammplatz setzt, sich bei der Kommunion nicht richtig einzureihen weiß, irgendwo einen Moment länger stehen bleibt oder das Geld für die Opferkerze nicht sofort parat hat. Eben immer dann, wenn einmal etwas anders ist als gewohnt. Und sie meinen, sie wären die Frömmsten, Gehorsamsten, Demütigsten, Katholischsten, Rechtgläubigsten, Kirchenrettendsten und hängen der Gottesmutter am Rockzipfel...
Der Pfarrer hat noch anläßlich der Emmaus-Geschichte übers Einladende des Glaubens gepredigt...  

Sonntag, 8. April 2012

Ostern: Ramponiert und doch verklärt!

„Ist das der Leib, Herr Jesu Christ, der tot im Grab gelegen ist? Kommt, kommt, ihr Christen jung und alt, schaut die verklärte Leibsgestalt! / Der Leib ist klar, klar wie Kristall, Rubinen gleich die Wunden all; die Seel durchstrahlt ihn licht und rein wie tausendfacher Sonnenschein. / Der Leib empfindet nimmer Leid, bleibt unverletzt in Ewigkeit, gleichwie soviele tausend Jahr die Sonne leuchtet eben klar.“
Der Text dieses wunderschönen Osterliedes von Friedrich von Spee aus dem Jahre 1623 steht in ziemlichem Gegensatz zu der ramponierten barocken Figur des auferstandenen Christus, die ich vor einigen Jahren auf dem Trödel erworben habe. Teile der Arme fehlen, damit ebenso die einstmals in Händen gehaltenen Attribute, die ursprüngliche Farbfassung ist stark beschädigt. Kein sonderlich triumphaler Anblick!

Wer genauer hinschaut erkennt, dass der Auferstandene mit seinem linken Fuß auf etwas steht. Er steht auf einem Teufelskopf. Das Gute und das Böse sind nicht zwei miteinander konkurrierende Mächte, das Böse ist nicht aus sich selbst heraus etwas, sondern immer nur Mangel an Gutem wie Thomas von Aquin sagt.
Und die Botschaft von Ostern ist: Durch Tod und Auferstehung Jesu Christi ist das Böse besiegt. Ein anderes Osterlied bringt es in drastisch-barocker Sprache auf den Punkt: „Christus ist auferstanden, Freud ist in allen Landen. / Hölle ist überwunden, Satan ist angebunden. / Tod, wo ist nun dein Stachel, Sünde, wo deine Makel? / Gott sind wir all versöhnet, herrlich sein Gnad uns krönet.“

Können wir das wirklich glauben? Manchmal, so scheint es mir, sind wir so ramponiert wie die alte Figur. Vieles hinterlässt bei uns innere und äußere Macken und Verletzungen. Das alles nimmt der Osterglaube durchaus ernst. Aber er „verklärt“ es, der „Leib wird klar wie Kristall, die Wunden werden zu Rubinen, die Seele durchstrahlt den Leib wie die Sonne“, so dichtet Friedrich von Spee. „Verklärung“ bedeutet, dass etwas klarer wird: Alles, was uns schwer auf dem Herzen liegt, was uns seelisch und körperlich belastet, wird durch Tod und Auferstehung des Herrn verwandelt und mit hinaufgetragen in die Lebensfülle Gottes. Dieses „Hinauftragen“, das „offere“ im Lateinischen, ist dann auch gemeint, wenn vom Opfer am Kreuz die Rede ist. Ostern ist das Fest der Überwindung von Leiden und Tod, und es gibt uns die sichere Hoffnung, dass auch wir einmal in diese Lebensfülle Gottes gelangen.

Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern gesegnete Ostertage!

Samstag, 7. April 2012

Ostervorbereitungen...




Die Kerze ist von den Karmelitinnen, die Eier aus dem Allgäu und die Hasen von "missio".
Bei der Osterkerze hatte ich schon vor Wochen das Motiv ausgesucht. Beim Abholen der Kerze vorgestern im Kloster: Die Kerzenschwester: "Die gleiche Kerze hat der Dechant auch!" Ich: "Ach so, dann nehme ich sie lieber doch nicht." Obwohl: Die Kerze hat weder ökumenische noch interreligiöse Symbole. Was ist bloß mit dem Dechanten los?
Vorhin hat es hier geschneit...

Das Synaxarion des Karsamstags

"Am Heiligen und Hohen Sabbat feiern wir die Grabesruhe und das Hinabsteigen in den Hades unseres Herrn und Gottes und Erlösers Jesus Christus, durch den die Vergänglichkeit unseres Geschlechtes verwandelt worden ist in ewiges Leben.


Durch Dein unsagbares Hinabsteigen mit uns in den Hades, Christus unser Gott, erlöse uns. Amen."

Freitag, 6. April 2012

Das Synaxarion des Karfreitags

Das Synaxarion ist in den orthodoxen Kirchen ungefähr das, was wir als "Martyrologium", also als Festankündigung kennen. Dort heißt es für heute:

"Am Heiligen und Hohen Rüsttag vollenden wir das heilige und heilbringende und entsetzliche Leiden unseres Herrn und Gottes und Erlösers Jesus Christus, das Er um unseretwillen freiwillig auf Sich nahm: das Anspeien, die Stockschläge, die Mißhandlungen, die Beleidigungen, den Spott, den Purpurmantel, das Rohr, den Schwamm, den Essig, die Nägel, den Speer und vor allem das Kreuz und den Tod. Das alles geschah am Rüsttag, aber auch die Heilszusage am Kreuz an den einsichtigen Räuber, der mit ihm gekreuzigt wurde.
In Deiner unfaßbaren und unermeßlichen Barmherzigkeit, Christus unser Gott, erlöse uns. Amen."
Das Bild aus der Neumünsterkirche in Würzburg zeigt eine der für mich bemerkenswertesten und eindrücklichsten Darstellungen: "Wenn ich von der Erde erhöht bin, werde ich alle an mich ziehen!"

Donnerstag, 5. April 2012

Gründonnerstag: Sich in den Willen Gottes ergeben

Gestern habe ich mit einer Ordensschwester gesprochen die ich schon 20 Jahre lang kenne. Sie ist unheilbar an Krebs erkrankt. Die Krankheit anzunehmen und zu versuchen, sich der Fügung Gottes anzuvertrauen ist nicht leicht. Und sie ist nicht die einzige. Viele haben ihre Ölbergstunde. "Nicht mein, sondern dein Wille geschehe!" - das hört sich fromm an und ist schnell gesagt, wenn es einem gut geht. Aber wenn es an die Existenz geht, wird man in Angst und Traurigkeit darum ringen. An diese Menschen möchte ich heute besonders denken und für sie beten.
Das Bild zeigt die Ölbergszene an der Pfarrkirche St. Bartholomäus in Volkach/Main.

Mittwoch, 4. April 2012

Endlich: Rätsel um Bischofskonferenz gelöst!

Über manches in der Deutschen Bischofskonferenz kann man sich ja nur wundern.
Jetzt aber wissen wir endlich warum:
Vorgestern gesehen in Escherndorf an der Mainschleife bei Volkach.