Freitag, 30. November 2012

Wenn der Advent beginnt...

Wenn der Advent beginnt, dann fängt auch das Messbuch wieder von vorne an. Hier ein paar schöne Beispiele aus dem Bücherschrank:

1767:
 1858:
 1920:
 1931:
War danach noch was? ;)
Allen einen guten Start in ein vielleicht angeschneites Wochenende und einen gesegneten Advent!

Donnerstag, 29. November 2012

30. November: Der hl. Andreas: Etwas ganz Neues beginnt.

Mein aktueller Zeitungsbeitrag:

Die wenigsten, liebe Leserinnen und Leser, werden wohl an den Apostel Andreas denken, wenn sie vor einem Bahnübergang stehen. Trotzdem nennen wir das dortige Verkehrsschild umgangssprachlich „Andreaskreuz“. Der Überlieferung nach hat nämlich der Apostel Andreas an einem solchen X-förmigen Kreuz das Martyrium erlitten. Andreas war gemeinsam mit seinem Bruder Petrus einer der ersten Jünger Jesu. Sie waren Fischer am See von Galiläa, und als Jesus sie rief, ließen sie buchstäblich alles stehen und liegen, folgten ihm nach und gehörten fortan zur Gruppe der zwölf Apostel. Andreas hat dann später am Schwarzen Meer und in Griechenland das Evangelium gepredigt. Der Bischof von Konstantinopel beruft sich noch heute als Ehrenoberhaupt der orthodoxen Kirchen auf die Nachfolge des hl. Andreas.

Das Fest des Apostels Andreas steht mit dem 30. November immer am Ende des alten und dem Anfang des neuen Kirchenjahres, das ja am 1. Advent beginnt. Dieses Datum, so finde ich, erklärt uns auch ein wenig diese schwer nachvollziehbare Berufungsgeschichte: Jesus ruft sie, und Andreas und Petrus verlassen von jetzt auf gleich ihre Arbeit, ihre gewohnte Umgebung, ja sogar ihre Familie. Das kann doch nur möglich sein, wenn mit diesem Jesus wirklich etwas ganz Neues beginnt. Als Christen sagen wir, dass mit Jesus das Reich Gottes angebrochen ist. Im Grunde will es das ganze Neue Testament mit seinen Schilderungen des Lebens und Wirkens Jesu ausdrücken: Das Gottesreich hat mit Jesus ganz konkret in dieser Welt begonnen und setzt sich überall dort fort, wo der Name Gottes geheiligt wird, also wo wir Menschen versuchen, Gott gerecht zu werden. Zu abstrakt, zu theologisch?
Nein. Ich werde dann Gott gerecht, wenn ich in die ganzen menschenverachtenden und selbstzerstörerischen Systeme dieser Welt eingreife: In das menschenverachtende System einer entfesselten Wirtschaftsordnung z.B. oder in die selbstzerstörerischen Systeme rücksichtslosen Raubbaus an der Natur oder fortwährender kriegerischer Auseinandersetzungen. Aber es gilt auch für mich in meiner überschaubaren Welt: Gott gerecht werden heißt, ihn an die erste Stelle zu setzen und alles andere ihm unterzuordnen. Und gerade das führt nicht in neue Abhängigkeiten, sondern ist der Weg der Berufung zur inneren und äußeren Freiheit. Eine Frage kann dabei schon ganz entscheidend sein: Was ist wirklich wichtig?
Ich finde, ein gutes Thema für den Advent!

Dienstag, 27. November 2012

Sinn und Unsinn von Altersgrenzen?

Wie alle Caritasverbände im Erzbistum Paderborn müssen auch wir eine neue Satzung gemäß der vorgegebenen "Mustersatzung" beschließen. Das mag seinen Sinn haben und das soll dann auch, wenn alles gut geht, die Vertreterversammlung am Donnerstag tun. Als ich heute mit dem Geschäftsführer noch einmal die neue Satzung durchgegangen bin, habe ich mich wieder einmal über folgenden Paragraphen geärgert: "Die Mitglieder des Caritasrates sollen bei ihrer Wahl das 70. Lebensjahr nicht überschritten haben." Zur Erläuterung: Der Caritasrat ist ungefähr das was jetzt der Vorstand ist, also eine Art ehrenamtlicher Aufsichtsrat.
Ich wollte diese Altersbegrenzung streichen. Der Anruf bei der zuständigen Juristin im Diözesancaritasverband ergab jedoch, dass es dann massive Schwierigkeiten mit der Satzungsgenehmigung durch das Generalvikariat gäbe.
Da frag' ich mich doch: Benedikt XVI. ist Jahrgang 1927, Weihbischof Grothe ist Jahrgang 1939. Ich kann also mit 85 noch als Papst die Weltkirche leiten oder mit 73 Vorsitzender eines Diözesancaritasverbandes sein, aber nicht mehr ehrenamtliches Mitglied eines Caritasrates werden. Ahja.
Altern Laien schneller? Vielleicht wegen der ehelichen Inanspruchnahme oder des Nachgehens einer regelmäßigen Tätigkeit? Oder schützt etwa Weihe vor Alterserscheinungen?
Mancher mag das meinen (vor allem selbst Betroffene), aber ich glaube das kaum, sind doch häufig die älteren Priester die seltsamsten (Fidel Castro läßt grüßen). Ich gehe davon aus, dass sowohl der Papst als auch der Weihbischof unzweifelhaft einen guten Job machen. Was also ist der Sinn einer solchen Altersgrenze?
Und jetzt erzähle mir bitte keiner, dass man damit eine Gerontokratie verhindern wolle, dass jemand also an seinem Posten klebt und somit keine Jüngeren nachrücken könnten. Mal ehrlich, welche Jüngeren denn?

Samstag, 24. November 2012

Richtig was auf die Ohren...

Deep Purple gestern abend in Oberhausen! Da konnte der Papa seinen erstaunten Kids mal zeigen bei was er damals mit der Mama abgerockt hat. Also so ungefähr war nämlich das Publikum zusammengesetzt.
Trotzdem: Die Jungs von der Band haben es nicht verlernt und es hat wirklich Spaß gemacht! (Wenn man sich den Weihnachtsmarkt im CentrO und die grottenschlecht-gruselige holländische Frikandel mit Pommes vorher einmal wegdenkt).


Donnerstag, 22. November 2012

Heilige Caecilia, bitte für uns!

Zum heutigen Tage der Patronin der Kirchenmusik. Angesichts zunehmender Vergospelung, Verpreisung, Verwdrvierung und sonstiger Flachheiten: Heilige Caecilia, verschone uns!!!
Das Bild stammt aus der Stadtpfarrkirche in Volkach/Main.

Allen Kirchenmusikern herzlichen Glückwunsch zum dienstlichen Namenstag und das Durchhaltevermögen der hl. Caecilia: Heute wird nicht mehr bei der Hinrichtung Orgel gespielt, sondern nach dem Spielen hingerichtet... Und mancher stille Märtyrer sitzt an seinem Spieltisch. Trotzdem: Als Kirchenbesucher muss man sich manchmal fragen, welches Getöse schlimmer ist: Von vorne oder von hinten...
Sonntag feiert übrigens die Marienorgel Geburtstag. Und Deep Purple gibts ja auch noch. Das ist wenigstens noch Musik... 

Mittwoch, 21. November 2012

Heute mal was evangelisches: Zum Buß- und Bettag

Mein aktueller Zeitungsbeitrag:

Liebe Leserinnen und Leser, Sie merken an den hier veröffentlichten Beiträgen, dass sie meist aus einer ziemlichen katholischen Perspektive geschrieben sind. Nicht nur zum Ausgleich geht es darum heute einmal um einen spezifisch evangelischen Feiertag, sondern auch, weil ich seine damalige Streichung als staatlicher Feiertag sehr schade finde und letztlich auch unsinnig, kann ich mir doch beim besten Willen nicht vorstellen, dass dadurch die Pflegeversicherung finanziert wird.
Es geht also um den „Buß- und Bettag“, übrigens katholischerseits früher „Putz- und Fegtag“ genannt, weil man damit nichts anzufangen wusste. Dafür fuhren die evangelischen Bauern an Fronleichnam Mist aufs Feld. Diese Zeiten sind nun glücklicherweise vorbei und wir können uns in guter ökumenischer Verbundenheit fragen, was uns dieser Tag heute zu sagen hat.
Buß- und Bettage, angeordnet von der Kirchenleitung oder der staatlichen Obrigkeit (was ja in evangelischen Ländern bis 1918 zusammenfiel), gab es in Notzeiten schon immer, Ende des 19. Jhdts. in Deutschland allein 47 Bußtage, später wurde dann in Preußen der Mittwoch vor dem letzten Sonntag des Kirchenjahres festgelegt und von allen anderen Ländern nach und nach übernommen.
„Kehrt um!“ – dieser Ruf durchzieht die ganze Heilige Schrift von den Propheten des Alten Testaments über Johannes den Täufer, Jesus selbst und auch Paulus. Aber was bedeutet diese Umkehr? Es geht wohl darum, zu schauen was war und was ist, dieses zu prüfen und sich dann zu verändern. Veränderung braucht Mut und deshalb stecken wir so oft in den alten Gewohnheiten: Wir wissen, dass sie nicht gut sind und uns auch nicht gut tun, trotzdem fällt uns die Veränderung so schwer, denn selbst das alte Schlechte ist uns ja immer noch vertrauter als das neue Gute.
Aus einer Sackgasse muss ich immer auf dem ursprünglichen Weg hinaus. Das bedeutet, dass ich nicht immer Dinge leichtfertig abhaken kann, sondern mich ihnen stellen muss, was nicht immer angenehm ist. Vielleicht ist das mit „Bußtag“ gemeint. „Bettag“ bedeutet dann, dass ich dabei auf die Kraft, die Hilfe, die Liebe und das Vertrauen Gottes bauen kann. Für Gott gibt es keine hoffnungslosen Fälle: Er traut mir zu, dass ich das Vertrauen, welches er in mich setzt, nicht enttäusche. Deshalb gibt es die Buße, nicht um mich leiden zu lassen, sondern um mir neue Wege, neue Perspektiven aufzuzeigen. So ein „Buß- und Bettag“ kann ein guter Anlass sein, die Straßenkarte meines Lebens einmal wieder auf die Sackgassen hin zu überprüfen.

Sonntag, 18. November 2012

Seliges Wohnzimmer...

Gestern und vorgestern hatte ich in Paderborn ein Homiletikseminar für Bewerber für den Ständigen Diakonat zu halten. Das war auch ganz schön, aber nach 8 Predigten über den 33. Sonntag im Jahreskreis werde ich mir die 9. Predigt heute mal klemmen.
Das hier war übrigens leider nicht im Immaculatahaus mein Zimmer, sondern das Wohnzimmer der sel. Pauline von Mallinckrodt. Obwohl genommen hätte ichs auch ;)
Hier noch die schöne neugotische Kapelle im Park des Mutterhauses der Schwestern der christlichen Liebe mit dem Grab von "Mutter Pauline":
 


Allen einen schönen Sonntag!

Dienstag, 13. November 2012

Hochemotionales Thema!

Ein toter Junge, der BVB, die Kirche und die Grabgestaltung: Viel mehr Emotionen können kaum zusammenkommen.
Hier der nicht ganz untendenziöse Artikel auf "Der Westen", hier der etwas ausgewogenere Bericht der "Ruhr-Nachrichten" mit dem nicht ganz unwichtigen Hinweis, dass die Eltern des Kindes keine Kirchenmitglieder sind und der Junge auch nicht getauft war. Bleibt noch zu bemerken, dass der namentlich erwähnte Geistliche nicht verantwortlicher Pfarrer bzw. Leiter des Pastoralverbundes ist.

Samstag, 10. November 2012

Martinshuhn

Gleich gibt es Martinshuhn, denn die Gans war nicht "Bio", also lieber ein glückliches Huhn als eine unglückliche Gans. Aber zuvor machen wir natürlich einen privaten Martinszug durch die Wohnung unter Absingen der bekanntesten Martinslieder und mit Brezeln. Aber ohne Pferd. Und Mucki läßt sich nicht reiten. Noch nicht...
"Kräuter-Knoblauch-Hähnchen" a la Sarah Wiener.
Allen Martinas und Martins schon jetzt herzlichen Glückwunsch zum Namenstag!

Donnerstag, 8. November 2012

Zu viel November!

Stanislaus hat neulich wirklich Recht gehabt: Der November drängt...
In dieser Woche drei Todesfälle: in der Nachbarschaft, im Kollegenkreis, in der Verwandtschaft. Die Jüngste war 53, die Älteste 72, alle unerwartet verstorben. Heute hatte die evangelische Kollegin dazu noch die Beisetzung der Fehl- und Totgeburten, dann muss sie morgen früh die verstorbene Ehefrau eines ev. Pfarrers beerdigen. Mittags haben wir dann gemeinsam den Gottesdienst für die verstorbene Mitarbeiterin, morgen abend die Trauerfeier für die Nachbarin in der neuapostolischen Kirche (da war ich noch nie), Samstag der Gedenkgottesdienst für die im zurückliegenden Jahr Verstorbenen des Krankenhauses, da muss ich Orgel spielen, Montag die Verwandtschaftsbeerdigung.
Das ist jetzt ziemlich viel November.

Herr, gib ihnen und allen unseren Verstorbenen die ewige Ruhe.
Und das Ewige Licht leuchte ihnen.
Herr, lass sie ruhen in Frieden. Amen.

Sonntag, 4. November 2012

Tag der Choralscholen. Mit Gurken.

Tag der Choralscholen im Dekanat. Diesmal in St. Josef in Altenhagen, hl. Messe mit Dechant. Die Kirche ist ja ganz schön...



Die Bedeutung der Gurkengläser auf der Orgelbühne hat sich mir allerdings nicht so recht erschlossen. Sollten hier etwa Gurken...?

Donnerstag, 1. November 2012

Gaudeamus omnes in domino...

Erst in Stiepel zum Konventamt, dann auf den Friedhof und dann einen Grappa zum Warmwerden...
Allen einen schönen Feiertag!