Dienstag, 12. Februar 2013

"Achtung - Vorher nichts essen!" - Aschermittwoch naht!

Das Leben geht weiter, auch nach dem angekündigten Rücktritt Papst Benedikts. Und ich glaube, dass es wohl auch ganz in seinem Sinne ist, sich wieder den geistlichen Dingen zuzuwenden. Hier also ein Ausschnitt aus meinem Zeitungsbeitrag zu Aschermittwoch:

„Achtung – Vorher nichts essen, Portionen sind riesig!“ – so wurde früher zu organisierten Einkaufsfahrten auf entsprechende Bauernhöfe im nahen Münsterland eingeladen und diejenigen die schon einmal so etwas mitgemacht hatten, berichteten dann von Schnitzeln die weit über den Tellerrand hinausragten. Das kann man mögen.
Vielleicht ist es mit der Fastenzeit ähnlich: Weil die Portion „Ostern“ so riesig ist, ist es besser vorher nichts zu essen. Weil an Ostern deutlich wird, dass der Tod nicht das Ende ist, weil die Auferstehung Jesu Christi keine theologische Reflektion der Urkirche, sondern reales Ereignis ist, weil die Zusage der Auferstehung einem jedem Menschen gilt – ist es besser vorher nichts zu essen? Ja, denn ich glaube mit Kopf und Bauch. Die Erfahrung aller Asketen in allen Religionen dieser Welt zeigt, dass zumindest die zeitweise kritische Überprüfung meiner Ess- und Trinkgewohnheiten eine sehr sinnvolle Angelegenheit ist. Hinzu könnten noch andere Formen der Abstinenz kommen: Wie viel Zeit verbringe ich vor dem Fernseher, dem Computer, im Internet? Vielleicht zu viel? Könnte ich diese Zeit nicht anders nutzen? Ziel dieser ganzen Überlegungen soll nicht Selbstquälerei sein, das machen manche sowieso schon zu viel, nein, Ziel ist doch immer ein Mehr an Freiheit! Freiheit von fremden oder selbst geschaffenen Abhängigkeiten um mir eine Freiheit zu etwas zu ermöglichen: Letztlich zu der österlichen Freiheit glauben zu können, dass ich ein von Gott gewollter, geliebter und angenommener Mensch bin. Das ist in der Tat eine „riesige Portion“. Aber um das verdauen zu können gibt es ja die Fastenzeit.

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