Samstag, 9. Februar 2013

Kardinalsklagen zum Frühstück

Heute eröffnen die Ruhr Nachrichten mit etwas Verspätung hiermit ihre Samstagsausgabe:
Und man könnte sich eigentlich gleich wieder hinlegen. Es geht um den schon bekannten Brief des Kölner Kardinals an seine Mitarbeiter den ich eigentlich so beklagend gar nicht fand. Trotzdem habe ich absolut keinen Nerv mehr auf klagende Bischöfe, zumindest nicht Samstags zum Frühstück. Haben wir denn nichts anderes? Können unsere Bischöfe denn nur noch entweder zentralratsartig mahnen und klagen oder in eine völlig realitätsferne pastorale Euphorie verfallen? Mit den "selber schuld" - Kommentaren der Zeitung kann ich natürlich auch nichts anfangen und eine häufig tendenziöse Berichterstattung der man die vaterkomplexartige Lust am Sturmreifschießen der vermeintlich letzten konservativen Bastion deutlich anmerkt, ärgert mich natürlich auch. Gelungen fand ich allerdings die Replik von Michael N. Ebertz, die Katholikenphobie bestehe eher darin, dass die Katholiken Angst vor dem nächsten Fettnäpfchen ihrer Bischöfe hätten. Ganz unrecht hat er nicht.
Hat nicht Papst Benedikt gesagt, es müsse wieder deutlich werden, dass Religion eine"positive Option" sei? Zu den Vorgängen in Köln hat mich in unseren ganzen katholischen Krankenhäusern keiner der über 2500 Mitarbeiter angesprochen. Es interessiert niemanden mehr, weil man von Kirche nichts mehr erwartet. Soll ich das jetzt etwa auch beklagen? Oder käme es nicht auf etwas ganz anderes an?
Übrigens: Über die Katholikenphobie kann man immerhin im Internet abstimmen, aber warum eigentlich nicht auch über die Konzernleitung von Thyssen-Krupp, wenn 2000 Leute aufgrund von Managementfehlern ihre Arbeit verlieren?

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