Montag, 8. April 2013

Erstkommunionfeiern: Warum eigentlich?

Jetzt ziehen sie wieder landauf - landab, die Schreckenbereiter aller Hauptamtlichen und aller die irgendwie Wert auf einen geordneten Gottesdienstablauf legen: Erstkommunionfeiern! Entweder klassisch gestern am Weißen Sonntag oder an einem anderen Ostersonntag, oder wie in St. Kamillentee sinnfrei auf Christi Himmelfahrt. Über die Disposition der Kinder und ihrer Eltern will ich nichts Negatives sagen, sie sind eben Kinder und Eltern ihrer Zeit. Was aber die Gestaltung so mancher Feier angeht, ist doch das Verlangen groß, in das Sitzbankpolster zu beißen: Warum erinnern mich bloß die meisten bei einer solchen Feier gesungenen "kindgerechten" Lieder inhaltlich immer an die alte Werbung "Ich will so bleiben wie ich bin - Du darfst!"? Und wann spricht sich eigentlich mal endültig herum, dass das Lied "Wenn das Brot das wir teilen" nichts mit der Eucharistie zu tun hat, nur weil das Wort "Brot" darin vorkommt? Oder das "Participatio actuosa" nicht daran gemessen wird, dass in einem Gottesdienst möglichst viele Menschen möglichst viel reden? Und kann man den Kindern nicht vermitteln, dass es zwischen "Singen" und "Schreien" einen Unterschied gibt? Und wenn man meint, dass das alles ganz toll und wichtig ist, warum kommt dann gerade mal die Hälfte der Kinder zur Dankandacht?

Kommentare:

  1. Und warum bin ich als Priester wohl urlaubsreif wenn endlich alle fünf (!!) Erstkommunionfeiern in Pfarrverband vorüber sind? :)

    AntwortenLöschen
  2. Das ist neu: "Wenn das Brot, das wir teilen, als Rose blüht" hat nichts mit der Eucharistie zu tun? Da hat es aber heftigen Nachholbedarf bei dir in Sachen Sakramentenunterricht. Sonst behauptest du gleich noch, die Fußwaschung hat auch nichts mit dem Allerheiligsten zu tun! Dieser Beitrag hat das Zeug zum echten Brüller! Äußerst unterhaltsam, aber theologisch und pastoral unterste Schublade. Schade.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Mit manchem Kommentar kann man sich auch Eigentore schießen: "Wenn das Brot, das wir teilen" hat wirklich nichts mit Eucharistie zu tun, sondern mit Caritas: Es bezieht sich auf das legendäre sog. "Rosenwunder" der hl. Elisabeth von Thüringen. Das wird nicht nur aus dem Text, sondern auch aus der Entstehunsgeschichte sehr deutlich. Es wird auch in allen mir bekannten "Gotteslob"-Ausgaben unter "Nächstenliebe/Caritas" einsortiert. Ich sehe da zumindest bei mir jetzt keinen Nachholbedarf. Aber bitte, wer es mag, kann gerne in unteren Schubladen weiterbrüllen...

      Löschen