Montag, 29. April 2013

Reformen zum Frühstück

"Katholische Reformen" titeln heute morgen die "Ruhr-Nachrichten". Ein großer Schluck Kaffee, denn das kann ja jetzt spannend werden, z.B.: "Kirche verspricht Neuevangelisierung Deutschlands bis 2020" oder zumindest "Kirche schreibt Fair-trade und Bioprodukte in ihren Einrichtungen vor" oder "Kirche erweitert auf eigene Kosten Personalschlüssel in ihren Gesundheitseinrichtungen um bessere Pflege zu ermöglichen" oder "Kirche prüft ihre Geschäftsbeteiligungen" oder "Kirche kürzt bei der Verwaltung und verdoppelt ihre Ausgaben für Caritas und weltkirchliche Aufgaben" oder "Kirche erinnert an Mindesstandards für Kirchenmusik" oder "Laien in der Kirche sagen größeres politisches und gesellschaftliches Engagement zu" oder "Vorsitzender der DBK verspricht die Menge der Verlautbarungen und Veröffentlichungen zu reduzieren", oder "Kirche untersagt mehrmaliges Predigen in der Messe". Man kann sich ja eine Menge vorstellen.
Und was kommt? "Kirche will Frauen als Diakone zulassen und neuen Umgang mit Geschiedenen proben". Ein großer Schluck Kaffee. "Kirche?" denke ich, nein, es ist ja "nur" die Freiburger Diözesanversammlung. Zugegeben, was bei dieser Diözesanversammlung herausgekommen ist, weiß ich bislang nur durch die Presse. Ich will ja auch nicht immer meckern und alles kritisieren und einen kirchlichen Reformstau sehe ich ja nun auch allerorten. Also Weiterlesen. Ein Foto des Freiburger Erzbischofs. Kein Appetit. Macht nichts, war bestimmt nicht seine Absicht und das bisschen Frühstück kann ich auch später rauchen. Noch ein Kaffee. Ein Blick aus dem Fenster. Gähnen.
Heute will ich mal darüber nachdenken, warum manche Reformen langweilig sind.

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