Donnerstag, 22. August 2013

Die Erklärbären in der Liturgie

Einen schönen Artikel über die Erklärbären in der Liturgie bringt die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift "Gottesdienst":

gd EDITORIAL

Stellen Sie sich vor, sie seien zum Geburtstag einer Freundin eingeladen. Der Gatte Ihrer Freundin würde eine Weile warten, bis alle angekommen sind, und dann die Gäste mit einer Ansprache begrüßen. Er freue sich, dass alle der Einladung gefolgt seien. Der Geburtstag sei der Jahrestag der Geburt eines Menschen. Es sei üblich, den Geburtstag alljährlich gemeinsam mit Freunden und Verwandten zu begehen. Vielerorts sei es Sitte, den Jubilar zu beschenken. Außerdem werde der Brauch gepflegt, der feiernden Person freundlich zu gratulieren. Viele der Gäste hätten das ja auch schon getan. Bei einem Fest werde gegessen und getrunken, so würde der Ehemann weiter erklären. Man habe deswegen auch einige Speisen und Getränke vorbereitet. Er werde später noch auf die Zusammensetzung der Gerichte und die verschiedenen Weinsorten eingehen. Um die feierliche Stimmung zu unterstreichen, habe er auf der Terrasse einige Lampions in unterschiedlichen Farben angebracht. Diese kämen jedoch bislang noch nicht richtig zur Geltung, da die Sonne noch scheine. Am späteren Abend werde sich die gewünschte Stimmung aber sicher einstellen. Die gemeinsame Tochter, so würde er erläutern, werde im Anschluss ein Gedicht aufsagen, dessen Inhalt er jetzt schon kurz zusammenfassen wolle. Die Kleine werde in Versform auf die vergangenen Lebensjahre seiner Frau zurückblicken und ihr noch viele weitere erfüllte Jahre im Kreise ihrer Lieben wünschen. – Spätestens jetzt würden Sie sich wahrscheinlich fragen, ob Sie sich für den Abend nicht etwas anderes hätten vornehmen sollen. Jeder Gottesdienst ist ein Fest. Das darf man nicht zerreden.
Benjamin Leven


Nicht schlecht!

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