Freitag, 22. November 2013

22. November: Musik ist Trumpf!

Aus meinem aktuellen Zeitungsbeitrag:

Die heilige Cäcilia, liebe Leserinnen und Leser, gilt als Patronin der Musik. Die Legende schildert, wie die vornehme Römerin Cäcilia um das Jahr 230 gemeinsam mit ihrem Bräutigam Valerian und dessen Bruder Tiburtius das Martyrium erlitt, weil sie sich verbotenerweise an der Bestattung hingerichteter Christen beteiligt hatten. Über ihrem Grab erhebt sich die reichhaltig ausgestattete Basilika Santa Cecilia im römischen Stadtviertel Trastevere. Zur Patronin der Musik wurde sie, wahrscheinlich aufgrund eines Übersetzungsfehlers aus einem lateinischen Text, seit dem 14. Jahrhundert. Ihr werden Musikinstrumente als Attribute beigegeben, so wie hier auf dem Bild des Cäcilienaltars in der Pfarrkirche zu Volkach/Main zu erkennen ist.


„Musik ist Trumpf“ hieß früher eine bekannte und beliebte Fernsehsendung. Und dieser Titel bringt es auf den Punkt, was das Tagesgebet der heiligen Cäcilia etwas frommer ausdrückt: „Großer Gott, du hast uns geschaffen, damit wir dich loben und preisen, lass uns mit Freude und Hingabe dein Lob verkünden.“ Musik kann die Herzen öffnen und die Seele emporheben, Musik kann etwas von einer verborgenen Wirklichkeit erfahren lassen. „Sehn Sie, man kann nicht mehr leben von Eisschränken, von Politik, von Bilanzen und Kreuzworträtseln. Man kann es nicht mehr.“ schreibt der berühmte Autor Antoine de Saint-Exupery, und fügt hinzu: „Man kann nicht mehr leben ohne Poesie, ohne Farbe, ohne Liebe.“
Mancher sagt resigniert: „Ich kann nicht singen!“ und es ist ihm auch sein ganzes Leben lang so vermittelt worden. Ich glaube das nicht, liebe Leserinnen und Leser, meist fehlen nur Mut und etwas Übung. Nutzen Sie Gelegenheiten zum Singen, egal ob in der Therapie oder unter der Dusche. Sie werden merken, es öffnet Ihr Herz und erhebt Ihre Seele. Und hinzu kommt: Egal wie schräg Sie singen, Sie loben damit Ihren Schöpfer!

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