Samstag, 23. November 2013

Christkönig: Umkehr der Verhältnisse

Könige kennen wir heute meist nur noch aus der Klatschpresse und die meisten Menschen können sich keine andere Staatsform vorstellen in der sie leben wollen, als in einer Demokratie. Gott sei Dank und gut so. Was soll dann heute noch das Christkönigsfest? Wenn wir darauf schauen, wann die „Königsproklamation“ Jesu Christi stattfindet, verstehen wir, worum es geht: Es geschieht, als der geschlagene und misshandelte Jesus im Verhör vor Pilatus steht, nach der Verurteilung verhöhnen ihn die Soldaten als „König der Juden“ um ihn dann zu kreuzigen. Die Königsherrschaft Jesu Christi ist also etwas fundamental anderes: gelten sonst Macht, Reichtum und Vitalität, bedeutet sie eine völlige Umkehrung der Verhältnisse. Das zeigt auch unser Bild: In königlichem Gold – hängt dort ein Gekreuzigter. Seine Krone ist die Dornenkrone. Der schwache, leidende und verwundete Mensch hat königliche Größe vor Gott. - Gut, dass uns das Christkönigsfest daran erinnert.

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