Dienstag, 10. Dezember 2013

Für Köln, anderswo und ganz in der Nähe...

"96. (...) Stattdessen unterhalten wir uns eitel und sprechen über „das, was man tun müsste“ – die Sünde des „man müsste tun“ – wie spirituelle Lehrer und Experten der Seelsorge, die einen Weg weisen, ihn selber aber nicht gehen. Wir pflegen unsere grenzenlose Fantasie und verlieren den Kontakt zu der durchlittenen Wirklichkeit unseres gläubigen Volkes.
97. Wer in diese Weltlichkeit gefallen ist, schaut von oben herab und aus der Ferne, weist die Prophetie der Brüder ab, bringt den, der ihn in Frage stellt, in Misskredit, hebt ständig die Fehler der anderen hervor und ist besessen vom Anschein. Er hat den Bezugspunkt des Herzens verkrümmt auf den geschlossenen Horizont seiner Immanenz und seiner Interessen, mit der Konsequenz, dass er nicht aus seinen Sünden lernt, noch wirklich offen ist für Vergebung. Es ist eine schreckliche Korruption mit dem Anschein des Guten."
 
Papst Franziskus, Evangelii Gaudium.
 
Franziskus-Fan bin ich aus guten Gründen nicht. Fan ist man besser vom BvB (oder meinetwegen auch Schalke, Hauptsache nicht Bayern ;-), mit dem Papst ist das was anderes. Aber das was er hier beschriebt kommt mir irgendwie rein praktisch ziemlich bekannt vor...

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