Freitag, 27. Dezember 2013

Komm - heute nicht - zur Ruhr...

...sondern zur Emscher, dorthin führte unser vormittäglicher Ausflug. Wie kaum ein anderer Fluß des Ruhrgebietes steht die Emscher für den Wandel der Region: Einst ein ganz normales Gewässer, später dann für Jahrzehnte kanalisierte stinkende Kloake, heute dank Internationaler Bauausstellung Emscherpark und vieler anderer Initiativen auf dem Weg zur Renaturierung. Eines der interessantesten Projekte ist der Phoenixsee in Dortmund-Hörde, hier befand sich einst in Phoenix-West und Phoenix-Ost ein gewaltiges Stahl- und Hüttenwerk des heute auch schon lange nicht mehr existenten Hoesch-Konzerns. "Hoesch - ein Name für Stahl" hieß früher die selbstbewußte Werbung. Was davon noch übrig ist, kann man auf dem Gelände von Phoenix-West sehen:

 

In Phoenix-Ost haben sich die Planer entschlossen, auf dem ehemaligen Stahlwerksgelände einen See anzulegen. Seit kurzem hat er seine Füllhöhe und endgültige Ausdehnung erreicht, hinzu kommt eine hochwertige Wohn- und Geschäftsbebauung:

 
 
 
 
Hier kann man im Vordergrund die renaturierte Emscher erkennen, die Skyline im Hintergrund zeigt die ehem. Stiftskirche St. Clara in Hörde, der heutige neugotische Bau des Paderborner Diözesanbaumeisters Güldenpfennig birgt noch einige Ausstattungsstücke des 1399 gegründeten und 1811 säkularisierten Damenstiftes, die evangelische Kirche in Hörde, sowie den "Florian", den Dortmunder Fernsehturm:
 
 
Wie gerade erwähnt, gab es hier auch schon Leben vor der Industrialisierung, hier ein Blick auf die im Rahmen der Umgestaltung getätigten Ausgrabungen im Bereich der "Hörder Burg", sie wird 1299 erstmals erwähnt, ergraben wurde u.a. die Burgkapelle unter dem Patronat des hl. Georg:
 
 
Und zum Schluß ein Blick auf die gigantischen Dimensionen eines Stahlwerkes. Wie eine solche "Thomasbirne" funktionierte, mussten wir Revierkinder in der Schule noch lernen:
 

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