Mittwoch, 27. Februar 2013

Schlagkräftiger Pastoralverbund!

Aus der WAZ:

Castrop-Rauxel. Ein Streit zwischen zwei Patern in Castrop-Rauxel spitzte sich dermaßen zu, dass es zu einer Handgreiflichkeit kam. Pater Zbigniew platzte der Kragen. Er ging auf Pater Jan los, ein dritter war Zeuge des Vorfalls. Zwei Pater müssen ihre Gemeinde nun verlassen, Pater Zbigniew hingegen darf bleiben. Was seit Tagen als Gerücht durch die Gemeinden im Norden kursierte, hat sich nun bestätigt: Beim Streit zwischen Pastoralverbundsleiter Zbigniew Szarata, Pater Jan Kolodziejczyk und Pater Stefan Matula soll es zu Handgreiflichkeiten gekommen sein. Das bestätigte auch das Erzbistum Paderborn. „Ja, es stimmt, das Pater Zbigniew Pater Jan angegriffen hat“, sagte Pressesprecher Ägidius Engel dieser Zeitung. „Das treibt uns die Schamesröte ins Gesicht“, fügte er hinzu. Der Vorfall soll sich bereits im Dezember ereignet haben. Bei einem Treffen der drei Ordens-Brüder soll sich ein Gespräch so zugespitzt haben, dass Pater Zbigniew die Hutschnur geplatzt sein soll. Er soll gegen Pater Jan die Hand gehoben haben, Pater Stefan soll Zeuge sein.

Den ganzen Artikel gibt es hier.
Ich wusste gar nicht, dass die Resurrektionisten auch Kampfkunst lehren...
Und der Pastoralverbundsleiter darf bleiben? Hallo?

Abschied vom "Gotteslob"

Ich hätte nie gedacht, dass ich einmal "Gotteslob"-Nostalgiker werden würde, aber wenn man jetzt mit der Schola die Gesänge zur Passion übt, dann macht man das doch das letzte Mal zumindest in der derzeitigen Form. "Allerheiligen 1975" hat meine Mutter vorne in mein Gesangbuch hineingeschrieben und es war sogar eines mit Ledereinband und Goldschnitt und ich war schwer stolz darauf, denn es war so ziemlich aus der ersten Auflage und ich war zwar noch nicht zur Erstkommunion gegangen, hatte aber schon ein eigenes Gesangbuch!

Viele konnten sich allerdings damals mit dem neuen Gesangbuch nicht recht anfreunden, passte es doch im Gegensatz zu seinem handlichen Vorgänger "Sursum corda" nicht mehr in die Hand- oder Anzugtasche. In St. Kamillentee hatten wir damals einen hauptamtlichen Kirchenmusiker, der uns, und das meine ich wirklich positiv, so ziemlich alles hat singen lassen, was im Gesangbuch irgendwie mit Noten versehen war. Dazu noch Chorbuch, Kantorenbuch und später das ziemlich schräge "Halleluja"-Buch. Das trug nicht wirklich immer zur Hebung der Feierlichkeit bei, wenn man z.B. am ersten Weihnachtstag erst zur Gabenbereitung das erste "richtige" Weihnachtslied singen durfte, war das für manche schon schwer zu ertragen. Auf der anderen Seite haben wir so das "Gotteslob" mit seinen Vor- und Nachteilen richtig kennen lernen können und das finde ich im Rückblick durchaus gut.
Was wohl ein gut gemeinter Fehler war, war das Auslegen von Gesangbüchern in den Kirchen. Nicht nur, dass sich jetzt alle neue Gesangbuchwagen und -ständer anschaffen müssen, nein, es ist dadurch die 100 Jahre alte Kultur des "eigenen Gesangbuches" wahrscheinlich unwiederbringlich verloren gegangen. Man bekam das Gesangbuch meist zu einem besonderen Anlass wie der Erstkommunion geschenkt und dann begleitete es einen durch das ganze Leben. Evangelischen Gesangbüchern war früher häufig eine Familienchronik beigefügt, in die man alle freudigen und traurigen Ereignisse des Lebens eintragen konnte. Auf dem Weg zur Kirche diente das mitgeführte Gesangbuch als öffentliches Bekenntnissymbol. Und dann war es natürlich der Hort- und Sammelort von Osterzetteln, Primizbildchen, Sterbebildchen, Wallfahrtsandenken usw. Das alles gibt es wohl kaum noch.
Wenn ich jetzt so in meinem Gesangbuch blättere, fallen mir noch ganz viele solcher Bildchen in die Hand: "Öffnet die Türen dem Erlöser" z.B., der Gebetszettel zum Heiligen Jahr 1983, protzige Primizbildchen (manche sind schon lange nicht mehr dabei), oder Totenbildchen die an einen lieben Menschen erinnern. Und wenn man ganz genau hinschaut, sieht man, dass bei Nr. 424 das Gesangbuch öfter mal nass geworden ist:
Das ist die Nummer vom Asperges. Waren das noch Zeiten...

Dienstag, 26. Februar 2013

Erreicht der Hühnerskandal die katholische Kirche?

Normalerweise heutzutage schon, denn jeder Skandal hat ja irgendwie mit der katholischen Kirche zu tun. Auch hier stellt sich die Frage: Hat mal jemand die Hühner an der Basis gefragt? Wollen die Hühner das wirklich? Ist das hier nicht mal wieder typisch für alte Hähne?


Wir wissen es nicht. Aber wer sich damit etwas den Frühling ins Haus holen und dabei noch etwas Gutes tun will, der kann die Hühner bei MISSIO bestellen!

Montag, 25. Februar 2013

25. Februar: Walburga, edle Gottesbraut!

Heute am Tag der hl. Walburga möchte ich auf einige bedeutende Walburgapatrozinien in unserem Erzbistum hinweisen. Zuerst und ganz altehrwürdig St. Walburga in Wormbach, dort wird sogar eine eigene Walburgawoche gefeiert, dann in Meschede die bedeutende ehem. Stiftskirche St. Walburga und natürlich die Propsteikirche St. Walburga in Werl. In Menden gibt es dann auch noch einmal St. Walburgis sowie an diesen einzelnen Orten auch Krankenhäuser, Kindergärten und Schulen unter dem Schutz der hl. Walburga.

Das Mescheder Walburga-Lied lautet:

Walburga, edle Gottesbraut,
dir haben wir uns anvertraut;
führ' uns an deiner starken Hand
dereinst ins ewge Vaterland.

Der Glaubens Leuchte trugst du her
aus deiner Heimat übers Meer;
o hilf, dass uns dies heilge Licht
in Nacht und Not erlösche nicht!

Zum Zeichen, dass dich Gott gesandt,
ergrünt der Stab in deiner Hand,
o sorg', dass edler Früchte voll
der Gärtner einst uns brechen soll.

Breit' segnend deine Händ aus,
beschirme Herde, Hirt und Haus.
Reich uns den Stab, gib uns das Licht,
wenn einst der Herr kommt zum Gericht.

Text und Melodie: Adolf Wortmann

Sonntag, 24. Februar 2013

Tierfotografie: Eine Sensation!

Endlich ist ein Foto gelungen: Die scheue und nachtaktive Pummelschwanzmeise!

Und auch denjenigen die heute im Gottesdienst keinen Schmunzelstein geschenkt bekommen haben, einen guten Start in die Woche!

Donnerstag, 21. Februar 2013

Materialien zu Papstrücktritt / Papstwahl

Das deutsche Liturgische Institut in Trier hat unter dem Titel "Nunc dimittis" eine schöne Handreichung mit Gottesdienstvorschlägen, Gebeten und Fürbitten veröffentlicht.
Den Link gibt es hier.

Mittwoch, 20. Februar 2013

20. Februar: Bruder Jordan Mai

"Ein heiliger Bruder ist gestorben" - so ging am 20. Februar 1922 die Kunde durch Dortmund. Jordan Mai, ein Franziskaner aus dem dortigen Kloster war tot, genau vier Wochen nachdem er Gott sein Leben als Sühne für einen Tabernakelraub übereignet hatte.
Sein Grab in der Dortmunder Franziskanerkirche ist seitdem Ziel vieler Beter und Wallfahrer, der Seligsprechungsprozess ist eingeleitet.
Über diesen außergewöhnlichen Menschen erfährt man auf den Seiten des Bruder-Jordan-Werkes viel mehr und ausführlicher als ich es hier schreiben kann - ein Besuch lohnt sich!
Bruder Jordan, bitte für uns.

Dienstag, 19. Februar 2013

Alter Papst - neuer Papst

Hier mein aktueller Zeitungsbeitrag:

Einen Papstrücktritt, liebe Leserinnen und Leser, hatten wir auch im Zeitmaß der katholischen Kirche schon länger nicht mehr. Vieles ist in den letzten Wochen über Benedikt XVI. gesagt und geschrieben worden, viel Respekt und Anerkennung hat er bekommen, aber auch mancher Blödsinn wurde verzapft, auch von Menschen die es eigentlich besser wissen müssten.
Kardinal Meisners Rede von der „Katholikenphobie“ ist nicht mein Ding, aber die „sprunghafte Feindseligkeit“ von der Benedikt XVI. einmal spricht, beobachte ich durchaus. Was bleibt vom Pontifikat dieses Papstes? Sicherlich zuerst die Erinnerung an einen der ganz großen Philosophen und Theologen unserer Zeit und einen persönlich bescheidenen, zurückhaltenden, ja fast scheuen Menschen. Aber es bleiben auch seine Enzykliken, vor allem „Deus caritas est“ über die Liebe, und seine großen Reden und Predigten: Die sog. „Regensburger Rede“ hat zu einem neuen Dialog mit dem Islam geführt, seine Begegnungen mit dem Judentum haben das Miteinander gefestigt, die Bemühungen um die Ökumene waren zahlreich und der deutschen Kirche hat er eine notwendige „Entweltlichung“ ins Stammbuch geschrieben. Nicht zuletzt sein konsequentes Vorgehen in den Missbrauchsskandalen hat ihm Respekt verschafft.
Das Tragische ist: Das alles haben wir in Deutschland nicht sehen oder hören wollen.

Und der neue Papst? Wird er kein Europäer mehr sein? (Was nicht weiter schlimm wäre, denn das war der heilige Petrus ja auch nicht). Jung? Alt? Konservativ? Progressiv? Diese ganzen Erwartungen die allerorten an den neuen Papst gestellt werden, sind doch wohl eher auf eine Person konzentrierte Projektionen wie man denn selber die Kirche gerne hätte. Solche Spekulationen sind auch müßig, denn einen Wahlkampf gibt es nicht und der Papst wird von den Kardinälen geheim und unter Ausschluss der Öffentlichkeit gewählt.
Gottes Geist wirkt wo und wie er will, und, da bin ich mir ganz sicher, auch bei der Papstwahl. Es wäre schön, wenn wir in diesen ereignisreichen Wochen miteinander für die Kirche beten würden, vielleicht beim Läuten des Angelus, der uns am Morgen, am Mittag und am Abend an die Menschwerdung Gottes erinnert:
Guter Gott, weil du die Menschen liebst, bist du in Jesus Christus selbst Mensch geworden. Sei mit deinem heiligen Geist in deiner Kirche zugegen. Sei mit deinem heiligen Geist bei allen Frauen und Männern, die versuchen ihr Leben an der Botschaft Jesu Christi auszurichten. Sei bei unserem Bruder Joseph und führe ihn weiterhin deine Wege. Sei bei seinem Nachfolger als Bischof von Rom. Sei bei allen Menschen, die zweifeln und suchen. Sei bei uns allen, die wir deine Kirche sind. Segne und begleite uns. Amen.

Sonntag, 17. Februar 2013

Das "Pippi-Langstrumpf-Syndrom" oder: "Ich strick' mir eine Kirche..."

Jedes Jahr am ersten Fastensonntag verwöhnt uns der Erzbischof mit seinem Fastenhirtenbrief. Immerhin nicht mehr so lang wie sein verehrter Vorgänger, da musste der Hirtenbrief schon mal auf zwei Sonntage verteilt werden, wenn es um die Sünde ging: "Man kann nicht mehrere läßliche Sünden zu einer schweren Sünde zusammenfassen" hieß es dann.
Die Zeiten sind vorbei. Aber dass man jetzt den Hirtenbrief einer eigenen redaktionellen Überarbeitung unterzieht, die Leseordnung verändert und dann auch noch ein völlig selbstgemachtes Hochgebet mit kirchenkritischer Polemik verwendet, erinnert schon an Pippi Langstrumpf, die sich die Welt so macht, wie es ihr gefällt. Oder eben die Kirche. Allerdings selbstgestrickt: Zu eng. Zwickt unter den Armen und kratzt auf der Haut.
Ich hatte einen entfernten Onkel, der war Gebrauchtwagenhändler in Bochum. Bei der Polizei war er in den 60ern rausgeflogen, weil er ein Verhältnis mit der verheirateten Wirtin einer Fußballvereinskneipe in Herne angefangen hatte. Also machte er in Gebrauchtwagen, der windige Hund. Dem hätte ich allerdings ein Auto abgekauft, denn er stand wenigstens hinter seiner Firma. 

Freitag, 15. Februar 2013

Worüber beim Papstrücktritt noch niemand geredet hat...

... ist, dass die meisten Mächtigen dieser Welt Hunde mögen. Benedikt dagegen liebt Katzen. Ich finde das sagt eine Menge.


Mucki meint das auch. Allen ein schönes Wochenende!

Donnerstag, 14. Februar 2013

14. Februar: Gestern, heute, und die nächsten Tage

Cyrillus und Methodius, die beiden Glaubensboten im Osten und Patrone Europas, treten heute bei den meisten Menschen etwas in den Hintergrund, gilt es doch heute den Patron der Floristen und Schokoladenherzgießer zu feiern: den heiligen Valentin!
Früher habe ich solche "Segnungsgottesdienste für Liebende" wie sie am heutigen Tag häufig gefeiert werden auch schon mal mit vorbereitet und angeboten. Solche Angebote kann man machen, denn ich meine, dass Liebe, Zuneigung und Treue auch außerhalb der sakramentalen Ehe "segenswert" sind. Diese Gottesdienste sollten nur nicht einen süßlich-verträumten-rosenblätterregnenden-tüllverpackten Weddingkitschcharakter haben, sondern auch durchaus ernsthaft auf die Ehe hinweisen.
Gestern dann die bewegenden Bilder vom Aschermittwochsgottesdienst in Rom. "My way" von Frank Sinatra hätte zum Auszug auch gepasst. (Vielleicht kann ja einer der technisch etwas versierteren Kollegen die Bilder aus Rom mal mit der Musik unterlegen). Es hätte gepasst, weil dieser Papst seinen Weg geht, einen mutigen Weg, der ihn aber durch sein ganz bei sich und bei Gott sein in eine gute Richtung führen wird. Danke nochmal, lieber Joseph-Benedikt. (Übrigens ein schöner Vorname ;-)
Im Umfeld der Ereignisse ergeben sich auch interessante Gespräche. Der angekündigte Rücktritt findet eigentlich überall Respekt und Verständnis. Nur gefällt mir dieser Satz "Er ist ja auch nur ein Mensch" irgendwie nicht, hat nicht auch ein ehemaliger Bundespräsident, wenn auch mit einer völlig anderen Zielrichtung, ähnlich argumentiert? Beim Papst ist mir das doch zu eindimensional.
Und dann gibt es auch solche Gespräche: "Und jetzt sollten die Pastöre auch endlich heiraten dürfen!" - "Ach Gott, lieber nicht!" - "Wieso? Bei den Evangelischen machen die das doch auch!" - "Eben." Oder auch: "Ich war auch schon mal im Vatikan, die Kirche ist ja so reich, was könnte man damit nicht alles für die Armen tun?" - "Naja, dann gehen Sie doch mal nach Frankfurt in eine Bankenzentrale und stellen die Frage dort!" - "Da haben Sie aber Recht, da sitzen doch die wahren Verbrecher!" ...
In der Fastenzeit fällt es mir schwer auf Manches ganz zu verzichten, aber einschränken möchte ich es wenigstens. So wird es hier auf dem Blog bis Ostern etwas ruhiger zugehen, allen eine gute Zeit!

Dienstag, 12. Februar 2013

"Achtung - Vorher nichts essen!" - Aschermittwoch naht!

Das Leben geht weiter, auch nach dem angekündigten Rücktritt Papst Benedikts. Und ich glaube, dass es wohl auch ganz in seinem Sinne ist, sich wieder den geistlichen Dingen zuzuwenden. Hier also ein Ausschnitt aus meinem Zeitungsbeitrag zu Aschermittwoch:

„Achtung – Vorher nichts essen, Portionen sind riesig!“ – so wurde früher zu organisierten Einkaufsfahrten auf entsprechende Bauernhöfe im nahen Münsterland eingeladen und diejenigen die schon einmal so etwas mitgemacht hatten, berichteten dann von Schnitzeln die weit über den Tellerrand hinausragten. Das kann man mögen.
Vielleicht ist es mit der Fastenzeit ähnlich: Weil die Portion „Ostern“ so riesig ist, ist es besser vorher nichts zu essen. Weil an Ostern deutlich wird, dass der Tod nicht das Ende ist, weil die Auferstehung Jesu Christi keine theologische Reflektion der Urkirche, sondern reales Ereignis ist, weil die Zusage der Auferstehung einem jedem Menschen gilt – ist es besser vorher nichts zu essen? Ja, denn ich glaube mit Kopf und Bauch. Die Erfahrung aller Asketen in allen Religionen dieser Welt zeigt, dass zumindest die zeitweise kritische Überprüfung meiner Ess- und Trinkgewohnheiten eine sehr sinnvolle Angelegenheit ist. Hinzu könnten noch andere Formen der Abstinenz kommen: Wie viel Zeit verbringe ich vor dem Fernseher, dem Computer, im Internet? Vielleicht zu viel? Könnte ich diese Zeit nicht anders nutzen? Ziel dieser ganzen Überlegungen soll nicht Selbstquälerei sein, das machen manche sowieso schon zu viel, nein, Ziel ist doch immer ein Mehr an Freiheit! Freiheit von fremden oder selbst geschaffenen Abhängigkeiten um mir eine Freiheit zu etwas zu ermöglichen: Letztlich zu der österlichen Freiheit glauben zu können, dass ich ein von Gott gewollter, geliebter und angenommener Mensch bin. Das ist in der Tat eine „riesige Portion“. Aber um das verdauen zu können gibt es ja die Fastenzeit.

Montag, 11. Februar 2013

Papst Benedikt XVI. tritt zurück

Diese Meldung macht zunächst einmal sprach- und fassungslos und mich persönlich traurig und betroffen. 
Aber diese Entscheidung nötigt höchsten Respekt vor einem Mann ab, der völlig uneitel in der Lage ist, seine Stärken und Schwächen realistisch einzuschätzen und der dann auch den Mut hat, aus dieser Einschätzung persönliche Konsequenzen zu ziehen. Respekt auch vor einem Mann, dem das Amt wichtiger ist als seine Person, der aber gleichzeitig auch so sensibel und wertschätzend mit sich selbst umgehen kann, dass er bemerkt, was ihm gut tut und was nicht. Und letztlich auch Respekt vor einem Mann, der so bei sich und bei Gott ist, dass er es nicht nötig hat, sich über Macht und Einfluss zu definieren. Das ist für eine Person des öffentlichen Lebens, auch in der Kirche, wahrlich nicht selbstverständlich. - Ein großer Papst und ein Segen für die Kirche.
Respekt, lieber Benedikt, Gott schütze Dich!

Sonntag, 10. Februar 2013

Komm zur Ruhr - auch an Karneval!

Wenn man aus gesundheitlichen Gründen (plötzlicher Atheismus, eruptives Erbrechen, stechender Kopfschmerz, steigender Blutdruck, sexuelle Gewaltfantasien, akute Selbst- und Fremdgefährdung usw.) Karnevalsgottesdienste und Reimpredigten meiden muss, dann sollte man mal wieder in den Wald gehen:






Auch schön. Allen einen guten Sonntag!
PS: Ich mag Karneval. Aber nur im Pfarrheim.

Samstag, 9. Februar 2013

Wann war das Konzil?

Die Dortmunder wissen es:
Bei so viel geballter hauptamtlicher Kompetenz wirds wohl stimmen...

Kardinalsklagen zum Frühstück

Heute eröffnen die Ruhr Nachrichten mit etwas Verspätung hiermit ihre Samstagsausgabe:
Und man könnte sich eigentlich gleich wieder hinlegen. Es geht um den schon bekannten Brief des Kölner Kardinals an seine Mitarbeiter den ich eigentlich so beklagend gar nicht fand. Trotzdem habe ich absolut keinen Nerv mehr auf klagende Bischöfe, zumindest nicht Samstags zum Frühstück. Haben wir denn nichts anderes? Können unsere Bischöfe denn nur noch entweder zentralratsartig mahnen und klagen oder in eine völlig realitätsferne pastorale Euphorie verfallen? Mit den "selber schuld" - Kommentaren der Zeitung kann ich natürlich auch nichts anfangen und eine häufig tendenziöse Berichterstattung der man die vaterkomplexartige Lust am Sturmreifschießen der vermeintlich letzten konservativen Bastion deutlich anmerkt, ärgert mich natürlich auch. Gelungen fand ich allerdings die Replik von Michael N. Ebertz, die Katholikenphobie bestehe eher darin, dass die Katholiken Angst vor dem nächsten Fettnäpfchen ihrer Bischöfe hätten. Ganz unrecht hat er nicht.
Hat nicht Papst Benedikt gesagt, es müsse wieder deutlich werden, dass Religion eine"positive Option" sei? Zu den Vorgängen in Köln hat mich in unseren ganzen katholischen Krankenhäusern keiner der über 2500 Mitarbeiter angesprochen. Es interessiert niemanden mehr, weil man von Kirche nichts mehr erwartet. Soll ich das jetzt etwa auch beklagen? Oder käme es nicht auf etwas ganz anderes an?
Übrigens: Über die Katholikenphobie kann man immerhin im Internet abstimmen, aber warum eigentlich nicht auch über die Konzernleitung von Thyssen-Krupp, wenn 2000 Leute aufgrund von Managementfehlern ihre Arbeit verlieren?

Dienstag, 5. Februar 2013

5. Februar: "Heil'ge Jungfrau Ag-ga-tha!"

... so werden auch in diesem Jahr wieder die Sauerländer singen und in vielen Gemeinden werden die jahrhundertealten Agatha-Gelübde erneuert, so auch, wie immer besonders feierlich, in St. Martinus in Olpe, meiner zeitweisen arbeitsmäßigen Wahlheimat.

Peter Sömer schreibt dazu in seinen "Hageröschen aus dem Herzogtum Westfalen" von 1909:

"Die Patronin gegen Feuersgefahr, St. Agatha wird viel verehrt. Eine große Anzahl von Kapellen im Herzogtum ist ihr geweiht. Auch Glocken sind auf ihren Namen getauft. Eine solche in Eversberg trägt die Inschrift:
Diese Glocke sei ein' Wehr
Gegen alle Feuersgefahr.
Vor der Höllenglut bewahr',
Agatha, in deiner Ehr'
Deine Kinder insgemein,
Die zum Eversberge sein.

Mit dem Bilde dieser Heiligen waren früher viele Bauernhäuser geschmückt, und noch jetzt liest man an alten Häusern den Spruch:
Sankt Agatha, du edle Braut,
Dies Haus das sei dir anvertraut,
Bewahre es vor Feuersbrunst,
Sankt Agatha, bitt' Gott für uns.

Man pflegt sich beim gemeinsamen Abendgebete ihrem Schutze zu empfehlen. An ihrem Feste ist bei der hl. Messe die Kirche voll von Andächtigen, und viele Familien legen sich ein freiwilliges Fasten auf. Besonders feiern die Handwerksleute, die am Feuer arbeiten. Die Bäcker in Werl haben eine feierliche Vesper und ein Hochamt auf St. Agatha gestiftet. - Die Stadt Rüthen wurde 1470 zum großen Teile ein Raub der Flammen, und bei dieser Gelegenheit der Brand-, Bet-, und Bußtag mit Prozession auf Sonntag nach Agatha gestiftet. Zu Olpe wird auf St. Agatha abends bei allgemeiner Beleuchtung und großer Teilnahme eine Prozession, die bei einem Brande gelobt ist, gehalten. Das Olper Gesangbuch von Pastor Roberti enthält eine Reimerei, die ein 'andächtiges Lied von St. Agatha' sein soll. Im 'Blümlein der Andacht' von Pator Montanus von Bödefeld steht folgendes Gebet zur hl. Agatha:
Allmächtiger, ewiger Gott, der du die schwachen Dinge der Welt erwähltest, damit du die starken zuschanden machest: wir bitten dich, du wollest durch die großen Verdienste der heiligen Jungfrau und Märtyrin Agatha alle Feuersnot abwenden, alle unreinen Begierden in uns auslöschen und uns vor den höllischen Flammen gnädiglich bewahren, durch Christum, unsern Herrn. Amen."

Samstag, 2. Februar 2013

Tridentinische Erbsensuppe

Gerade per Paketpost angekommen: Erbsensuppe im "alten Ritus" aus Mariawald!
Schmeckt genial und muss auch nicht mit dem "Rücken zum Volk" genossen werden ;)

Allen ein schönes Wochenende!