Freitag, 30. August 2013

Ritterbargrabesbesitzer...

Loriot-reifer Dialog mit Tante E.: "Wir haben auch N.N. getroffen, der ist auch Grabesritter!" - "Was? Barbesitzer?" - "Nein, der ist bei den GRABESRITTERN!!!" - "Ach so, bei den BARBESITZERN macht der mit. In Dortmund?" - "Ist schon gut."

Allen einen gelassenen Start ins Wochenende!

Dienstag, 27. August 2013

Im Pfaffenwinkel

Der runde Geburtstag eines gemeinsamen Freundes führte in den letzten Tagen nicht nur uns, sondern auch etliche Kleriker nach Oberbayern, so dass aus dem Pfaffenwinkel wirklich ein Pfaffenwinkel wurde ;-)
Hier einige Eindrücke, zuerst das ehem. Augustinerchorherrenstift Rottenbuch:

 
Hier fand auch das Hochamt statt, der Chor sang eine kleine Zwitschermesse mit Orchester, die Blasmusik begleitete die Gemeindelieder und die Organistin leitete nach dem Te deum nahtlos in die Bayernhymne über...

 
Der Kardinal sucht Kinder zum Segnen...

 
Die Wieskirche, nicht nur Ziel für "Europe-in-10-days", sondern auch Wallfahrtskirche zum gegeißelten Heiland. Neben der überwältigenden Kunst rühren auch die einfachen Votivgaben an:
 
 
 

Hier ist wohl bei der letzten Renovierung von den Handwerkern etwas vergessen worden. Von vorn hat man die Peinlichkeit mit etwas barockem Stoff kaschiert. Geht gar nicht!

 
Und hier das ehem. Prämonstratenserstift Steingaden:

 
 
Nepomuk als Kirchenerklärbär:

 
Und dann noch der wunderschöne Kreuzgang von dem leider nur noch ein Flügel erhalten ist:


Schön wars! Demnächst mehr...

Donnerstag, 22. August 2013

"In persona christi" oder wie auch immer...

Ist es einem Pater denn grundsätzlich erlaubt, die Haltung der Kirche zu kritisieren?
Ich sag mal so, Jesus war Jude. Und Jesus hat die Juden seiner Zeit und das, was das Judentum vertritt, ebenfalls kritisiert. Und ich denke, da wo sich die Kirche heutzutage hinter Geboten und Gesetzen verschanzt, haben wir als Priester sogar die Pflicht, den Finger auf die Wunden zu legen.

Aus einem Interview mit einem bekannten Ordenspriester. Was soll man dazu noch groß sagen?

Die Erklärbären in der Liturgie

Einen schönen Artikel über die Erklärbären in der Liturgie bringt die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift "Gottesdienst":

gd EDITORIAL

Stellen Sie sich vor, sie seien zum Geburtstag einer Freundin eingeladen. Der Gatte Ihrer Freundin würde eine Weile warten, bis alle angekommen sind, und dann die Gäste mit einer Ansprache begrüßen. Er freue sich, dass alle der Einladung gefolgt seien. Der Geburtstag sei der Jahrestag der Geburt eines Menschen. Es sei üblich, den Geburtstag alljährlich gemeinsam mit Freunden und Verwandten zu begehen. Vielerorts sei es Sitte, den Jubilar zu beschenken. Außerdem werde der Brauch gepflegt, der feiernden Person freundlich zu gratulieren. Viele der Gäste hätten das ja auch schon getan. Bei einem Fest werde gegessen und getrunken, so würde der Ehemann weiter erklären. Man habe deswegen auch einige Speisen und Getränke vorbereitet. Er werde später noch auf die Zusammensetzung der Gerichte und die verschiedenen Weinsorten eingehen. Um die feierliche Stimmung zu unterstreichen, habe er auf der Terrasse einige Lampions in unterschiedlichen Farben angebracht. Diese kämen jedoch bislang noch nicht richtig zur Geltung, da die Sonne noch scheine. Am späteren Abend werde sich die gewünschte Stimmung aber sicher einstellen. Die gemeinsame Tochter, so würde er erläutern, werde im Anschluss ein Gedicht aufsagen, dessen Inhalt er jetzt schon kurz zusammenfassen wolle. Die Kleine werde in Versform auf die vergangenen Lebensjahre seiner Frau zurückblicken und ihr noch viele weitere erfüllte Jahre im Kreise ihrer Lieben wünschen. – Spätestens jetzt würden Sie sich wahrscheinlich fragen, ob Sie sich für den Abend nicht etwas anderes hätten vornehmen sollen. Jeder Gottesdienst ist ein Fest. Das darf man nicht zerreden.
Benjamin Leven


Nicht schlecht!

Dienstag, 20. August 2013

Bernhard von Clairvaux: Über sich selbst Bescheid wissen

Eine der faszinierendsten Gestalten des Mittelalters, „der Mann seines Jahrhunderts“, wie er von Zeitgenossen beschrieben wird, ist der hl. Bernhard von Clairvaux. 1090 aus burgundischem Adel geboren, tritt er 1112 mit 30 Gefährten in das Reformkloster Citeaux ein und wird so einer der Gründerväter des Zisterzienserordens. Nach drei Jahren wird er zur Gründung von Clairvaux ausgesandt, das nach harten Anfängen rasch aufblühte: bis zu Bernhards Tod 1153 erfolgten von dort aus nicht weniger als 68 Klosterneugründungen. Aber Bernhard war auch mit den großen Problemen der Kirche seiner Zeit befasst: Er war Berater von Päpsten und Fürsten in kirchlichen und politischen Fragen. Darüber hinaus galt er als großer und leidenschaftlicher Prediger und Marienverehrer. Innige, fast zärtliche Frömmigkeit, und gleichzeitig aufbrausendes Temperament, Organisationsgeschick und mönchische Zurückgezogenheit finden in Bernhards Persönlichkeit in einem spannungsreichen Verhältnis zueinander. In unserer Gegend finden wir die ehemaligen Zisterzienserabteien Kamp am Niederrhein mit dem wunderschönen barocken Terrassengarten und Altenberg im Bergischen Land mit der herrlichen gotischen Architektur des Altenberger Doms. „In Betrieb“ und immer einen Besuch wert, ist das Zisterzienserkloster in Bochum-Stiepel. Unser Bild zeigt die Bernhardsfigur auf dem Klosterplatz in Stiepel:


Bernhard denkt viel nach über den sorgsamen Umgang mit sich selbst. An seinen Freund, Papst Eugen, schreibt er:
 
„Deine Besinnung muss bei dir selbst beginnen, damit du nicht dir selbst gleichgültig geworden, dich vergeblich anderen zuwendest. Was nützt es, wenn du die ganze Welt gewinnst und einzig dich verlierst? Denn wärest du auch weise, so würde es dir doch an Weisheit fehlen, solange du über dich selbst nicht Bescheid weißt. Wie viel dir wohl fehlte? Nach meinem Empfinden alles. Du könntest alle Geheimnisse kennen, du könntest die Weite der Erde kennen, die Höhen des Himmels, die Tiefen des Meeres: wenn du dich nicht selber kennst, glichest du jemandem, der ohne Fundamente eine Ruine statt eines Gebäudes errichtete. Keiner ist also weise, der nicht über sich selbst Bescheid weiß. Ein Weiser wird in Weisheit über sich selbst Bescheid wissen und trinkt als erster aus dem Quell seines eigenen Brunnens.“

"Wenn du klug bist, mach dich selbst zu einem Wasserbecken und nicht zu einer Abflußleitung. Diese empfängt und vergießt das Wasser nämlich beinahe gleichzeitig; ein Wasserbecken hingegen wartet, bis es ganz voll ist; und so gibt es weiter, wovon es überfließt, ohne selbst etwas einzubüßen."

Freitag, 16. August 2013

Mit Herner Kirchen ins Wochenende...

Zuerst St. Marien in Eickel. Die alte Eickeler Pfarrkiche St. Johannes, Tochterkirche von Bochum in der Dekanie Wattenscheid, ging nach 1577 durch die Reformation verloren. Der katholischen Minderheit wurde im Religionsvergleich 1672 öffentliche Religionsausübung gestattet. Der Streit um die Simultankirche fand 1687 durch eigenen Kirchbau ein Ende, in der Zwischenzeit gab es auf Schloß Nosthusen katholischen Gottesdienst. Ab 1672 wurde die Pfarrei durch Dortmunder Minoriten verwaltet, 1836 bekam sie einen eigenen Geistlichen. Der heutige Kirchbau stammt ursprünglich aus dem Jahre 1880, nach schweren Kriegszerstörungen ist davon allerdings nur noch der Turm im Untergeschoß erhalten, das Langhaus wurde 1949/50 neu erbaut und hat danach auch schon einige Renovierungen und Umbauten erlebt:


Hier die vor einigen Jahren völlig neu erbaute Kapelle nebenan in unserem Marienhospital, viel Stahl, aber eigentlich ganz stimmungsvoll:


Herz-Jesu in Herne, eine eindrucksvolle neugotische Kirche, stammt aus den Jahren 1908-10. Hier wurde, wie so oft, der zweite Turm nach Kriegszerstörungen nicht wieder aufgebaut. Leider war sie verschlossen, liegt aber malerisch mitten in der Stadt auf der grünen Wiese:


Und zum Schluß St. Bonifatius, die Herner Hauptkirche. Die alte Pfarrkirche St. Dionysius stand unter dem Patronat der Grafen von Mark, die nach 1570 eine Besetzung der Pfarrstelle und der Vikarien mit katholischen Priestern verhinderten, so dass die Gemeinde ausstarb. Seit 1847 zogen wieder katholische Arbeiter zu, 1856 besonders solche aus Irland (hier gab es eine Zeche Shamrock). Ab 1858 fand ein Sonntagsgottesdienst von Haus Bladenhorst aus statt, der erste Kirchbau erfolgte 1859. 1887 wurde Herne von Eickel abgepfarrt. (Wovon noch heute kein echter Herner etwas wissen will). Von der 1872 erbauten und 1888 erweiterten neugotischen Pfarrkirche steht nur noch der Turm (mit Schuhgeschäft unten drin), sie hatte keine Kriegszerstörungen, wurde aber wegen angeblicher Bergschäden in den 70ern des letzten Jahrhunderts abgerissen. Die heutige Bonifatiuskirche ist Kind ihrer Zeit, d.h., wer z.B. an der Ruhr-Uni Bochum studiert, wird sich hier wiederfinden:

 
Die nachträglich angebrachte Darstellung des hl. Bonifatius stammt von H.G. Bücker. Ursprünglich war die Kirche rein betonsichtig und nicht angestrichen und die Eingangstür war rosa.
Innen geht's eigentlich, sehenswert ist die in den Neubau eingebrachte Ausstattung der alten Kirche, besonders aber auch der Mosaikfries von Sr. Erentrud Trost, OSB:


Allen Leserinnen und Lesern einen guten Start ins Wochenende!

Mittwoch, 14. August 2013

15. August: Aufnahme Mariens in den Himmel

Zur Einstimmung mein aktueller Zeitungsbeitrag:
Dass die Gottesmutter Maria nach ihrem Tod mit Leib und Seele in den Himmel aufgenommen wurde, ist eigentlich schon immer geglaubt worden, doch erst Papst Pius XII. hat es im Heiligen Jahr 1950 als Dogma, d.h. als allgemein verbindlichen Glaubenssatz definiert. Beim Wort „Dogma“ sind wir heute meist etwas kritisch, aber gerade die Entstehung dieses Dogmas zeigt, dass der Papst eben nicht willkürlich etwas festlegt was dann alle zu glauben haben, sondern dass von ihm lediglich feierlich bestätigt wird, was schon immer zum allgemeinen Glaubensgut gehört hat. Das Fest „Mariä Himmelfahrt“, wie es kurz genannt wird, weist eine lange Tradition von Volksfrömmigkeit und Brauchtum auf, das schönste ist vielleicht die Segnung der gesammelten Kräuter am heutigen Tag, ein Brauch, der auch im Bewusstsein unserer Verantwortung für die Schöpfung seit einigen Jahren in vielen Gemeinden wieder neu belebt wird.
Unser Bild zeigt die Marienfigur in der Kapelle unseres Marien-Hospitals in Witten.
 
 
„Maria significat ecclesiam – Was über Maria gesagt wird, gilt auch von der Kirche“ lautet ein wichtiger Satz der Theologie, d.h. für das Fest Mariä Himmelfahrt, dass auch schon die Kirche, also jeder von uns, Anteil an dieser Aufnahme in den Himmel hat. Nur, wie kann ich das denn in den Niederungen meines Alltags erleben? Im katholischen und orthodoxen Verständnis des Gottesdienstes bedeutet Liturgie nicht nur eine erbaulich-pädagogische Versammlung der Gemeinde, sondern ganz wesenhaft Anteil an der göttlichen Liturgie der Engel und Heiligen. Wir beten das in jeder Präfation der hl. Messe, wenn es dort heißt: „Wir singen mit den Chören der Engel das Lob deiner Herrlichkeit.“ Wenn wir das ernst nehmen, hat es etwas sehr Tröstliches: Über die häufig bedenklich leeren Kirchenbänke und den dünnen Gesang helfen uns die Engel und Heiligen hinweg. Damit Gottesdienst gelingt, liegt es also gar nicht so sehr an unserem Tun. Gott handelt zuerst und die Engel und Heiligen sind dabei. Dabei ist die Perspektive klar, nämlich einmal mit Leib und Seele zu Gott zu gelangen.
Wäre nicht dieses Fest ein Motiv wieder einmal öfter zur Kirche zu gehen? Wo sonst kann man so schön einstimmen in den himmlischen Lobgesang? Probieren Sie es doch vielleicht wieder einmal aus, die Engel werden Ihnen schon beim Singen helfen!
 

Dienstag, 13. August 2013

Noch ein Original weniger

Das Erzbistum Paderborn trauert um Apostolischen Protonotar Dr. Herbert Schmitz:

Über viele Jahrzehnte war er als Regens, Domdechant und Liturgiebeauftragter eine prägende Gestalt des Erzbistums. Er war wirklich einer von den Guten, und um seine liebenswürdige Art reihen sich etliche Anekdoten. Hier der Link zum Nachruf des Erzbistums.
R.i.p.

Montag, 12. August 2013

12. August: Johanna Franziska von Chantal

"Lassen Sie dem Herzen einen weiten Horizont und engen Sie es nicht zu sehr ein durch Wünsche nach Vollkommenheit. (...) Ich wünsche Ihnen großen Mut ohne Empfindsamkeit, einen Mut, der sehr entschieden sagen kann: es lebe Jesus! und sich dabei weder um Süßes noch Bitteres, um Licht oder Finsternisse kümmert. Kühn wollen wir unseren Weg gehen in der wesentlichen, starken und unbeugsamen Liebe unseres Gottes."

Franz von Sales an Johanna Franziska von Chantal, 9. August 1607

Samstag, 10. August 2013

Laurentius, die Kirmes, und die Schätze der Kirche

Der heilige Laurentius, liebe Leserinnen und Leser, ist nicht nur einer der berühmtesten römischen Märtyrer, sondern gerade den Wanne-Eickelern in besonderer Weise nahe, war doch die Kapelle in Haus Crange ursprünglich nach ihm benannt, woran die heutige Pfarrkirche St. Laurentius in Wanne immer noch erinnert, und, was wohl für manchen noch viel entscheidender ist: Ohne das Fest des heiligen Laurentius gäbe es die Cranger Kirmes nicht!
Der Diakon Laurentius erlitt das Martyrium unter Kaiser Valerian, wahrscheinlich am 10. August 258. Nach der schon Ambrosius im 4. Jhdt. bekannten dramatischen Leidensgeschichte wurde er auf einem Rost zu Tode gebraten. Die Basilika über seinem Grab an der Via Tiburtina ist eine der sieben Hauptkirchen von Rom.
Unser Bild zeigt die Figur des heiligen Laurentius über dem Seiteneingang der St. Laurentius-Kirche in Wanne.
 
„Die Kirche ist ja so reich!“ – Diesen Satz höre ich zuweilen in Gesprächen. Das stimmt und stimmt auch wieder nicht, vergleichen wir doch nur einmal den Besitz der Kirche mit den täglichen Rüstungsausgaben. Sicherlich ist der Kirche im Laufe der Zeit Besitz zugewachsen, häufig jedoch als fromme Stiftung, zur Ehre Gottes oder zur Verschönerung der Liturgie. Diesen darf und sollte man nicht antasten, aber es gibt ja auch noch anderes was nun nicht gerade direkt mit dem Auftrag der Kirche zu tun hat. Die Kirche sollte ihr Verhältnis zu Reichtum und Besitz durchaus kritisch überprüfen.
Seltsam ist aber doch, dass wenn Papst Benedikt XVI. das in seiner Freiburger Rede „Verweltlichung“ der Kirche nennt, wird er gnadenlos verrissen, wenn sein Nachfolger seine alten Schuhe anbehält, finden das alle super toll. Verrückte Welt!
Vom heiligen Laurentius wird eine nachdenkliche Geschichte überliefert: Als Kaiser Valerian ihn zwingen wollte, die Schätze der Kirche herauszugeben, holte Laurentius alle Armen und Bettler der Stadt Rom zusammen und präsentierte sie dem Kaiser als die wahren Schätze der Kirche.
Da ist etwas dran: Die wahren Schätze der Kirche sind die Menschen und im Besonderen die Armen und Bettler. Niemand ist zu gering vor Gott, als dass er ihn nicht annehmen würde, niemand ist zu gering, als dass er nicht seinen Platz in der Kirche hätte. Egal wie nahe oder fern Sie dem Glauben und der Kirche sind, egal wie wenig Sie meinen an Leistungen vorweisen zu können: Sie sind ein Schatz der Kirche!

Dienstag, 6. August 2013

6. August: "Lieber Gott, mach mich fromm..."

„Lieber Gott, mach mich fromm, dass ich in den Himmel komm!“ – Dieses alte Kindergebet ist häufig als zu flach und simpel kritisiert worden. Dabei ist es gerade in seiner Vertikalität genial, denn es drückt das eigentliche Ziel des Menschen aus, nämlich in den Himmel zu kommen! Das bedeutet nun gerade nicht, die diesseitigen Dinge zu vernachlässigen, sondern sie eben aus dem Blickwinkel der Ewigkeit zu betrachten, einzuordnen und zu bewerten. Der Bericht von der Verklärung des Herrn gewährt für einen Moment einen klaren, deutlichen und sichtbaren Einblick in den Himmel. Aber: das Ziel ist noch nicht erreicht, die Jünger müssen wieder vom Berg herabsteigen, es folgen Leiden und Tod Jesu. Was dennoch den Jüngern bleibt, ist die Erfahrung und das Wissen um die künftige Herrlichkeit im Himmel. Für uns kann das bedeuten: Krankheit, Leiden und Tod sind nicht die Endstationen des Lebens. Auch wenn es in mancher Situation schwer fällt, daran zu glauben: Es gibt eine Perspektive, eine „Hoffnung auf Herrlichkeit“: Jesus Christus. In seiner Verklärung dürfen wir das anfanghaft erleben und dieses Fest soll uns daran wieder neu erinnern.

Freitag, 2. August 2013

Das Beste was man heute machen kann...

... ist wohl so ungefähr das hier:
 
Aber einer muss ja jetzt los und das Geld fürs Katzenfutter verdienen...

Richten sich Rühreier auf Gott aus?

„Was heißt das aber, auf Gott ausgerichtet zu sein? Es heißt nichts anderes als zu glauben, ich selbst und jeder Mensch sei geliebtes Ebenbild Gottes und daher von unschätzbarem Wert, besser: von unzerstörbarer Würde, selbst und gerade über den Tod als Zerstörung der physischen Existenz hinaus. So gesehen töten die Leugnung Gottes und der Unglaube nicht Gott, sondern den Menschen, indem sie das Heil der Seele zerstören und das Bild vom Menschen verdunkeln. Der christliche Glaube an Gott will für den Menschen die bestmöglichen Möglichkeit ansichtig machen – oder, etwas weniger abstrakt und etwas drastischer in den Worten des englischen Schriftstellers Gilbert Keith Chesterton (1874-1936): ‚Man mag die Ansicht vertreten, es stehe dem Menschen frei, sich für ein Rührei zu halten. Aber mit Sicherheit wiegt die Tatsache schwerer, dass er als Rührei nicht die Freiheit hat, zu essen, zu trinken, zu schlafen, spazieren zu gehen und eine Zigarette zu rauchen.‘ (Orthodoxie, Frankfurt/M. 2000, 58). Dies ist in der Tat der Kern des christlichen Glaubens: glauben und fassen zu dürfen, man sei mehr als ein Zufallsprodukt der Evolution oder ein wohlerzogenes Kaninchen – oder eben ein Rührei.“

Peter Schallenberg: Wer ist Gott und was machen wir wenn es ihn gibt?, Augsburg 2010, 39f.

Donnerstag, 1. August 2013

"Ronnie" ist verstorben

Seine schneidende Durchsage "Jetzt ist keeiiiinee Besichtigung!!! Jetzt ist Beeeetstunde!!!" gehörte früher zu Libori wie der Tusch und der Bierstand. Jetzt ist der letzte Dompfarrer Prälat Dr. Hieronymus Dittrich, der übrigens auch einmal Subsidiar in meiner Heimatgemeinde war, im Alter von 87 Jahren verstorben. Auf "Ronnie", einen seiner mehreren Spitznamen, hörte er sogar. An den Feierlichkeiten am Wochenende in Paderborn hatte er noch teilgenommen, jetzt hat er sich am Liboridonnerstag zum himmlischen Liborifest aufgemacht. R.i.p.
Die Würdigung des Erzbistums gibt es hier.