Freitag, 24. Januar 2014

"Vorsicht Anfänger!"

"Vorsicht Anfänger!" gab es früher als Autoaufkleber für Fahranfänger, und wer so jemanden vor sich hatte, hielt besser etwas Abstand. Gleiches erleben wir auch in der Kirche, nur noch etwas subtiler, da heißt es dann:
"Lieber junger Mitbruder, Du musst noch viel lernen!" - Dieser meist reichlich eitel-selbstgefällig vorgetragene Satz ist eine einzige arrogante Frechheit, und wer ihn schon einmal selbst zu hören bekommen hat, wird sich auch meist ziemlich gekränkt vorgekommen sein. Man fühlt sich nicht für voll genommen und kommt sich doppelt gedemütigt vor, bekommt man doch zusätzlich noch das Gefühl vermittelt, man müsse sich für diesen Ratschlag auch noch bedanken.
In genau so einem süffisanten Stil geht Kardinal Maradiaga in seinem Interview mit Erzbischof Müller um, wenn er u.a. meint, dieser sei noch im "Lernprozess".  Und die "deutschen Theologieprofessoren" bekommen auch noch ihr Fett weg. (Wobei mir hier seltsamerweise der betroffene Aufschrei der ansonsten so sprungbereiten theologischen Elite fehlt, meint sie der Kardinal doch wohl auch, oder etwa nicht?) Und dann gibt er auch noch zu, noch nie mit ihm persönlich gesprochen zu haben.

Wie kann man sich nur so jemanden als einen der wichtigsten Berater ins Boot holen? Es ließe sich nur dann nachvollziehen, wenn eine gewisse Banausigkeit und Dampfplauderei Kennzeichen dieses Pontifikates wären. Aber so etwas denken wir hier natürlich nicht und würden nie so weit gehen. Niiiiiiiiiiiiiiiiiiiieeeeeeeeeeeeeeeeee............................

1 Kommentar:

  1. Vielleicht liegt es daran, daß unsere akademische Elite davon ausgeht, daß jemand wie Maradiaga, wenn er von "deutschen Theologieprofessoren" spricht, Leute vom Schlage eines Joseph Ratzinger meint.

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