Samstag, 29. März 2014

Laetare: Die Quelle göttlicher Tröstung

"Freue dich, Stadt Jerusalem! Seid fröhlich zusammen mit ihr, alle, die ihr traurig wart. Freut euch und trinkt euch satt an der Quelle göttlicher Tröstung", so lautet der Introitus des morgigen 4. Fastensonntags. Über diese "Quelle der göttlichen Tröstung" möchte ich heute etwas nachdenken.
 
Vom Wortstamm her hängt "Trost" mit "treu" zusammen und bedeutet soviel wie "Festigkeit". In manchen Situationen unseres Lebens, wie Krankheit und Leid, aber auch Enttäuschung und Zurückweisung, können uns Halt und Festigkeit verloren gehen. Wir brauchen Trost.
Mein Glauben kann so ein Quelle sein aus der ich Trost schöpfen kann: Gott tröstet, weil er treu ist. Das Geschehen vom Karfreitag macht deutlich, dass Gott selbst in alle menschlichen Abgründe mitgeht, Ostern wiederum bedeutet, dass es eine Hoffnung auf Leben und Erlösung gibt. Aber wie hilft mir das im Alltag?
"Christus ist unter euch, er ist die Hoffnung auf Herrlichkeit" schreibt der Apostel Paulus im Kolosserbrief. Dort wo ich Christus begegne ist Hoffnung, und wo Hoffnung ist, ist Trost: im Gebet, im Gottesdienst, aber auch in einem guten Gespräch mit einem anderen Menschen und überall dort, wo ich wieder in einer inneren und äußeren Durststrecke eine Quelle finde. Und dazu brauche ich keine Wünschelrute, sondern viel eher eine neue Wahrnehmung: Wenn ich ein wenig meine Sinne und mein Herz öffne, ist die nächste Quelle der Tröstung nicht weit. Ich wünsche uns allen an diesem Sonntag, dass wir immer wieder solche Quellen finden!

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen