Freitag, 18. April 2014

Auch ein Machtmissbrauch

"Selbstverständlich gibt es einen Anspruch der Gläubigen darauf, dass die Verantwortlichen ihr Amt ernst nehmen und ihnen zum Beispiel für Gottesdienste nicht einfach ihre privat gezimmerte Liturgie zumuten oder in der Seelsorge kirchliche Regularien willkürlich aussetzen. Es gibt durchaus auch einen Machtmissbrauch auf der mittleren Ebene vor Ort, wenn Prediger nicht mehr das Evangelium, sondern sich selbst verkünden, wenn sie ihr Amt nutzen, um sich gegen die Kirche oder das kirchliche Dogma zu profilieren, oder wenn sie die Liturgie zur Selbstdarstellung gebrauchen. Es gibt für Amtsträger eine Pflicht zur Beachtung der Richtigkeit gegenüber der vorgegebenen Form und der vorgegebenen Lehre."

Und das sagt kein ängstlich-konservativ-restaurativer-Vorkonzils-Liturgie-Ästhetiker:
P. Klaus Mertes SJ, Verlorenes Vertrauen - Katholisch sein in der Krise, Freiburg 2013, 65.
Das Buch ist lesenswert und macht nachdenklich.

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