Dienstag, 15. Juli 2014

Wieder da! - Mit interessanten Eindrücken...

Einige schöne Tage in Bayern liegen hinter uns. Angeblich im Landkreis mit den meisten Niederschlägen, was man auch deutlich gemerkt hat...
Trotzdem hier ein paar Eindrücke, zunächst die Wieskirche "Zum gegeißelten Heiland", die in einer wunderbaren Wanderung erreichbar war. Zum Glück war es nicht ganz so voll, so dass man nicht den Eindruck haben musste, auf einem Rokokobahnhof gelandet zu sein:


Der "Zelebrationsaltar" ist keine Lösung, sondern augenfälliger Teil des Problems das wir heute als katholische Kirche haben:



Das wirklich Beeindruckendste in der Wieskirche, rein spirituell gesehen, sind für mich vor aller Kunst allerdings die beiden Seitengänge mit den unzähligen Ex-Voto-Tafeln. Das macht schon nachdenklich.
Von der Wieskirche führt der "Brettlweg" zum ehem. Prämonstratenserkloster Steingaden. "Brettlweg" bedeutet leider nicht "Brettljause", sondern einen mit Brettern gesicherten Weg durchs Moor:


Hier ein Blick ins Langhaus der heutigen Pfarrkirche:


Ein Flügel des Kreuzgangs ist noch erhalten:


Was das deckchengezierte Beistelltischchen in der ansonsten wunderschönen Kreuzgangkapelle soll, hat sich mir nicht erschlossen:


Von der Kunst her ist für mich die ehemalige Augustinerchorherrenkirche in Rottenbuch der Höhepunkt des Pfaffenwinkels:



Neben König Ludwig II., dem Prinzregenten und dem letzten bayrischen König sah im Wirtshauszimmer unseres Gasthofes auch ein alter Papst auf uns herab. Die überaus zuvorkommenden Wirtsleute (mit fantastischer Küche) standen allerdings mehr auf Yoga...


Bei richtig schlechtem Wetter ging es dann nach Ettal, ein Ort der mir seltsam unspirituell vorkam. Vielleicht lag es auch daran, dass ich noch nie einen Klosterladen erlebt habe, in dem es im Wesentlichen um Alkohol und Touristenkitsch ging. Auch zotige Postkarten wurden selbstverständlich verkauft. Non olet.



Das "Winterchor" wäre sogar einigermaßen akzeptabel, würden sich nicht die Regenbogenfarben im Rückfenster allzu penetrant aufdrängen:


Aber der bayrische Himmel und das Klosterbier entschädigen ja auch:



Das Wetter besserte sich und weiter ging es zum Schloß Linderhof, dem einzig vollendeten und von ihm auch häufiger bewohnten Königsschloß Ludwig II.:


Hier die nach Wagnerschen Opernmotiven gestaltete Venusgrotte:


Ebenso die rekonstruierte Hundinghütte. Der Kenner erinnert sich dabei an Luchino Viscontis Meisterwerk "Ludwig" von 1972 und dass die Szenen in dieser Hütte zum Skandal dieses Films einiges beitrugen...


Ob das hier Helmut Bergers Originalmantel war?


Und zum Schluß noch ein Mitbringsel aus Oberammergau. Den Nachfolger gab es nicht, aber an dem ist ja auch nicht viel Filigranes...

Schön wars!

Kommentare:

  1. Vielen Dank für die schönen Bilder!

    Und einen gesegneten Sonntag!

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  2. Danke, das erfreut! Ebenso einen gesegneten Sonntag'

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