Donnerstag, 11. September 2014

Mariä Namen: Das war knapp...

Es wäre reichlich knapp geworden für das christliche Abendland, liebe Leserinnen und Leser, hätten nicht am 12. September 1683 die vereinigten Truppen des Heiligen Römischen Reiches, Polen-Litauens und des Kirchenstaates in der Schlacht am Kahlenberg das türkische Heer besiegt und damit die Belagerung Wiens beendet.
Über Jahrhunderte hatten die Menschen des südlichen Mitteleuropas und Südosteuropas unter den Türkeneinfällen gelitten, die plündernd und mordend Städte und Dörfer überfielen und die Einwohner verschleppten und versklavten. Unser Bild aus der Wallfahrtskirche Maria Luggau in Kärnten erinnert noch heute daran:
 
 
Nur als Randbemerkung: Wie sich die Dinge doch gleichen: Diese Inschrift könnte ähnlich auch heute in einer Kirche in Mossul oder sonstwo im Irak und in Syrien stehen. Wenn es denn dort noch Christen gäbe und eine Kirche in der man sie anbringen könnte.
Und? Hat diese Religion seit dieser Zeit etwas hinzugelernt? So wie es heute scheint eher nicht. Fehler einzugestehen scheint keine Stärke des Islam zu sein. Vielleicht weil er selbst einer ist. - Seltsam eigentlich, dass sich die Kirche heute noch für die Kreuzzüge entschuldigt, hat denn schon einmal jemand aus dem osmanischen Nachfolgestaat sein Bedauern über die Opfer der türkischen Expansionspolitik zum Ausdruck gebracht? Wohl kaum. Dafür träumt der heutige türkische Präsident vom neuen osmanischen Großreich. Man frage dazu nur mal die Griechen oder die Serben. Oder die Armenier…
Mit der Schlacht am Kahlenberg war der Vormarsch des Islam in Europa erst einmal zurückgedrängt. Damals wurde dem christlichen Heer das Banner mit der Schutzmantelmadonna vorangetragen. Papst Innozenz XI. führte das Fest der Namensgebung Mariens, vier Tage nach ihrem Geburtsfest, als Dank für diesen Sieg für die ganze Kirche ein.
Im Tagesgebet des heutigen Festes wird Maria ein „Zeichen der Hoffnung“ genannt. Aber, so kann man fragen, Hoffnung auf was denn? Auf einen militärischen Sieg wie damals vor Wien? Das liegt uns heute fern, zu viele sind mit einem „Gott mit uns“ auf dem Koppelschloss sinnlos in den Krieg gezogen. Dennoch, das zeigen uns die aktuellen Krisen in der Welt, kann der Einsatz militärischer Mittel unter bestimmten Umständen moralisch gerechtfertigt, ja sogar geboten sein.
Ich glaube, dass mit Maria als „Zeichen der Hoffnung“ vor allem gemeint ist, dass es eine Hoffnung darauf gibt, dass nicht das Böse, die Gewalt, der Irrtum und das Unrecht endgültig die Oberhand behalten, sondern dass letztlich das Gute siegt. Und dass es einen Sinn hat, in Not und Gefahr seine Zuflucht bei Gott und seinen Heiligen zu suchen. Mit allem was uns heute an inneren und äußeren Gefahren bedrängt können wir zu Gott kommen, es vertrauensvoll in seine Hände legen. Und dabei ganz siegessicher sein.

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