Samstag, 11. Oktober 2014

Glockenjubiläum in St. Kamillentee!

Leider ist mir der 29. September etwas dadurchgegangen, denn an diesem Tag vor 90 Jahren, also am 29. September 1924, wurden die Glocken von St. Kamillentee geweiht.
Hier ein Bild von der Glockenweihe durch den damaligen Pfarrer Schulte:


Die ersten zur Einweihung 1904 aus Bronze gegossenen Glocken der Wittener Glockengießerei Munte mußten 1917 bis auf eine Glocke zusammen mit den Orgelpfeifen als Metallspende abgegeben werden.
1924 konnten dann zum Preis von 5000 Mark Glocken aus Gußstahl vom Bochumer Verein beschafft werden:
- Ton D, 1350 kg: "Ave Maria, ora pro nobis"
- Ton F, 1010 kg: "Sancte Ioseph, ora pro nobis"
- Ton G, 700 kg; "Sancte Michael, ora pro nobis"
Die Glocken bilden im Klang das Anfangsmotiv des "Te deum". Die nächsten beiden Fotos stammen aus einer Festschrift aus dem Jahre 1970:


1970 kam noch eine vierte Glocke als Geschenk der Gemeinde St. Barbara in Wanne-Eickel hinzu. Sie wurde im Jahre 1948 ebenfalls vom Bochumer Verein aus Stahl gegossen:
- Ton C, 3500 kg: "Jesus, Salvator mundi"


Diese Glocken bilden noch heute des Geläute von St. Kamillentee. Da die Kirche kaum Kriegsschäden am Turm erlitt, stellen die drei Glocken von 1924 heute das älteste vollständige Geläute der Innenstadtkirchen dar.
Es hat zwar auch sonst niemand an diesen Tag gedacht, aber trotzdem: Herzlichen Glückwunsch!

1 Kommentar:

  1. Wow, ein c' mit 3,5 Tonnen ist schon opulent! Muß mir das Geläut langfristig mal vorknöpfen.

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