Samstag, 25. Oktober 2014

Neulich beim Leergut...

Mein Lieblingsdialog im Getränkeladen:
"3 fehlen?" - "Ja, die hab' ich heute vor der Arbeit einfach nicht mehr geschafft!" ;-)


Allen einen schönen Samstag!

Samstag, 11. Oktober 2014

Glockenjubiläum in St. Kamillentee!

Leider ist mir der 29. September etwas dadurchgegangen, denn an diesem Tag vor 90 Jahren, also am 29. September 1924, wurden die Glocken von St. Kamillentee geweiht.
Hier ein Bild von der Glockenweihe durch den damaligen Pfarrer Schulte:


Die ersten zur Einweihung 1904 aus Bronze gegossenen Glocken der Wittener Glockengießerei Munte mußten 1917 bis auf eine Glocke zusammen mit den Orgelpfeifen als Metallspende abgegeben werden.
1924 konnten dann zum Preis von 5000 Mark Glocken aus Gußstahl vom Bochumer Verein beschafft werden:
- Ton D, 1350 kg: "Ave Maria, ora pro nobis"
- Ton F, 1010 kg: "Sancte Ioseph, ora pro nobis"
- Ton G, 700 kg; "Sancte Michael, ora pro nobis"
Die Glocken bilden im Klang das Anfangsmotiv des "Te deum". Die nächsten beiden Fotos stammen aus einer Festschrift aus dem Jahre 1970:


1970 kam noch eine vierte Glocke als Geschenk der Gemeinde St. Barbara in Wanne-Eickel hinzu. Sie wurde im Jahre 1948 ebenfalls vom Bochumer Verein aus Stahl gegossen:
- Ton C, 3500 kg: "Jesus, Salvator mundi"


Diese Glocken bilden noch heute des Geläute von St. Kamillentee. Da die Kirche kaum Kriegsschäden am Turm erlitt, stellen die drei Glocken von 1924 heute das älteste vollständige Geläute der Innenstadtkirchen dar.
Es hat zwar auch sonst niemand an diesen Tag gedacht, aber trotzdem: Herzlichen Glückwunsch!

Dienstag, 7. Oktober 2014

In der Morgenfrühe des Festes "Unserer Lieben Frau vom Siege"...

... war ich heute bei der Consolatrix afflictorum, der Trösterin der Betrübten in Kevelaer.
Maria, bitte für uns in all' den Betrübnissen unserer Zeit!

Der noch menschenleere Kapellenplatz:

 
Die Basilika im Jubiläumsschmuck:

 
Die Marienkapelle und das Gnadenbild:

 
 
Die Kerzenkapelle:

 
Und noch einmal die Basilika von innen:

 

Und dann ging es bei strömendem Regen zurück. Aber manchmal muss das sein.

Sonntag, 5. Oktober 2014

Komm zur Ruhr! - vor Kohle

Da mir heute so ganz und gar nicht der Sinn nach Erntedankfamiliengottesdienst stand, ging es trotz herbstlichen Nieselregens wieder einmal kurz ins Ruhrtal.
Für diejenigen die in der Grundschule nicht die Bewetterung einer Zeche, die Beschickung eines Hochofens und den Unterschied zwischen einer Thomasbirne und einem Siemens-Martin-Ofen auswendig lernen mussten - also quasi alle Nicht-Ruhris - hier ein paar Bilder.

Ein Blick flußaufwärts. Früher war die Ruhr auch in diesem Teil schiffbar und wurde für den Transport von Kohle und allen möglichen anderen Waren benutzt. Teilweise wurden diese speziellen Ruhrschiffe, im LWL-Industriemuseum Zeche Nachtigall ist eines nachgebaut, auch von Land aus über den sog. Leinpfad von Pferden gezogen.

 
Hier kann man einen Flöz, also eine kohleführende Schicht erkennen. Hier im Süden des Ruhrgebiets sind diese direkt unter der Oberfläche, je nördlicher es wird, desto tiefer liegen sie. Die sog. Nordwanderung des Bergbaus erforderte also immer tiefere Schächte.

 
Früher war der Eingang zu dem Stollen noch offen und wir sind als Jugendliche da ziemlich sorglos herumgeklettert:

 
Was heute ziemlich romantisch wirkt, war früher ein belebtes Industriegebiet. Hier die Reste einer alten Eisengießerei:

 
Und hier die Zeche Nachtigall, erste Tiefbauzeche, dann Ziegelei und heute Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe. Sehr sehenswert!

 
 
Diese unscheinbare Wiese war früher eine sog. Kohlenniederlage, d.h. hier wurde die im Muttental geförderte Kohle am Ruhrufer gelagert um dann per Schiff abtransportiert zu werden.


Vielleicht hats ja den einen oder die andere interessiert, ich würde mich freuen!

Samstag, 4. Oktober 2014

St. Kamillentee hat heute Patronatsfest!

Wieso, werden sich einige fragen, heute ist doch gar nicht das Fest des hl. Baldrian! Stimmt, eigentlich ist sie seit der Gründung 1904 ja auch eine Josefskirche. Doch als eine zweite Josefskirche in einem eingemeindeten Stadtteil hinzukam, meinte man 1954 aus unserer Josefskirche eine Franziskuskirche zu machen. Naja. Früher, zu Zeiten des Zefirelli-Films, fand ich das als Jugendlicher toll. Heute meine ich, bei aller Verehrung für den "Mann aus Assisi" (da gab es auch mal ein gleichlautendes Musical von Ludger Edelkötter, brrr...), hätte man doch beim hl. Josef bleiben sollen.
Hier zwei historische Fotos:

 
 
Zwischen diesen Bildern liegt kein Krieg, noch nicht mal ein Konzil, sondern gerade mal zehn Jahre und, was noch wichtiger ist, ein Pfarrerwechsel.
Und mein Opa war damals im Kirchenvorstand...
Tja, dafür besteht heute noch unsere Gartentreppe aus den alten Kommunionbankstufen.
Allen einen schönen Franziskustag!