Samstag, 17. Januar 2015

17. Januar: Fickeltünnes

Zum heutigen Tag ein paar Bilder der St. Antoniuskirche im sauerländischen Marmecke, der Heimat der Großeltern:





Die Gedanken zum Tag waren zugegebenermaßen in ähnlicher Form schon einmal hier auf dem Blog, aber ich meine, dass sie nach wie vor aktuell sind:  „Fickeltünnes“ wird der hl. Antonius genannt und so zeigt ihn auch unser Bild aus dem sauerländischen Marmecke mit einem Schwein an seiner Seite. Wurde er auch als Patron gegen Tierseuchen verehrt, so bezieht es sich doch auf ein Privileg des Antoniterordens, für seine Armenfürsorge seine Schweine frei im Ort weiden lassen zu dürfen. Dieses „Antoniusschwein“, dessen Kennzeichen ein Glöckchen war, durfte frei im Ort  herumlaufen und wurde am 17. Januar geschlachtet, sein Fleisch wurde dann kostenlos an die Armen verteilt. An diesem Tag brauchten auch früher in Italien die Tiere nicht arbeiten und noch heute werden an diesem Tag in Rom die Haustiere gesegnet. – Ist das nicht ein wunderschöner Gedanke, ein arbeitsfreier Tag für Tiere?
Von Antonius wird ein Spruch überliefert: "Mein Buch ist die Natur mit allen Kreaturen; dieses Buch ist immer bei mir, vor mir, und um mich; und wenn ich es zu lesen anfange, so lese ich darin die Worte des Allmächtigen Gottes."
Nein, ich bin wahrlich kein Vegetarier, aber angesichts von Massentierhaltung, Gentechnik und Nahrungsmittelskandalen sollten wir doch über unser Konsumverhalten nachdenken: Der heilige Antonius kann uns daran erinnern, die Natur als Schöpfung Gottes wahrzunehmen, sie zu achten und zu bewahren.

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