Donnerstag, 19. März 2015

19. März: St. Josef und die Traurigkeit der Seele

In der zweiten Strophe eines barock-erzählenden Josefsliedes „Josef, Davids Sohn geboren“ von Wilhelm Nacatenus aus dem Jahre 1662 heißt es:

„Da, vom Heilgen Geist empfangen, Gottes Wort in Fleisch sich hüllt, / ward dein Herz von Angst und Bangen wegen deiner Braut erfüllt; / drauf der Engel hat’s erkläret, dich von aller Furcht befreit: / Gib dass auch in Freud sich kehret meiner Seele Traurigkeit!“

 
Die „Traurigkeit der Seele“ ist vielen nur all zu gut bekannt. Der Dichter Wilhelm Nacatenus ist fest davon überzeugt, dass sie beim hl. Josef gut aufgehoben ist und bringt sie in seinem Lied in Zusammenhang mit der Maria verheißenen Menschwerdung Gottes in Jesus Christus. Kann sich die Traurigkeit so in Freude kehren?
Nun, einen Schalter wird man wohl kaum umlegen können. Aber es darf, wie beim hl. Josef, die Erkenntnis immer fester werden, dass Gott uns Menschen so sehr liebt, dass er selbst Mensch wird, und dass er so auch in den größten Traurigkeiten bei uns ist: „Denn er befiehlt seinen Engeln, dich zu behüten auf all deinen Wegen“, heißt es in Psalm 91.
Einen solchen wie im Lied und im Psalm beschriebenen „Josefsengel“ möchte ich jedem von uns zur Seite wünschen:

Einen Engel, der da ist, wenn unser Herz von Angst und Bangen erfüllt ist.
Einen Engel, der uns die Dinge erklärt, die wir nicht verstehen.
Und einen Engel, der uns von aller Furcht befreit, damit sich jede Traurigkeit in Freude kehren möge.

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