Sonntag, 23. August 2015

Am Ende Europas...

"Wo das Land endet und das Meer beginnt", so bezeichnet Portugals Nationaldichter Luis de Camoes vor 500 Jahren das Cabo de Sao Vicente und Ponta de Sagres, die zusammen die Südwestspitze Europas bilden. Hier ein paar Eindrücke von einigen schönen Tagen an der Algarve:

Unter Heinrich dem Seefahrer (1394-1460) war die Fortaleza de Sagres ein Wissenschaftszentrum, in dem Geografen, Astronomen und Seefahrer aus mehreren Ländern ihre Kenntnisse zusammentrugen:

 
 
 
 
Das nächste Bild ist zwar auch eine Erkenntnis, geht aber nicht auf Heinrich den Seefahrer zurück:

 
Hier das Cabo de Sao Vicente, einstmals eine Festung mit Kloster und Pilgerhaus:

 
 
Sehr eindrucksvoll ist die Kathedrale von Silves, im 13. Jhdt. über einer früheren Moschee erbaut:

 
 
 
 
 
Hier die in unmittelbarer Nähe gelegene Igreja da Misericordia:

 
Das abgeschieden gelegene Städtchen Aljezur bietet zwei etwas schrullige Museen, in dem einen hat ein Monsignore Sakralkunst gesammelt, in dem anderen geht es um den hl. Antonius:

 
 
Ermida de Nossa Senhora de Guadelupe: Hier in die älteste Kirche der Algarve zog sich Heinrich der Seefahrer zum Gebet zurück. Heute erinnert u.a. ein Informationszentrum an die Vergangenheit Portugals als Großmacht, an der übrigens mit dem Christusorden die in Portugal nicht aufgehobenen sondern lediglich umbenannten Templer entscheidend beteiligt waren.

 
 
Zum Schluß noch ein paar Eindrücke aus Lagos. Phönizier, Griechen, Karthager, Römer, Araber und dann ab Mitte des 13. Jhdts. endgültig die Portugiesen haben hier ihre Spuren hinterlassen:

 
 
Unrühmliches Kapitel: 1444 wurden hier im Gebäude der Zollbehörde die ersten schwarzafrikanischen Sklaven zur Schau gestellt, im 16. Jhdt. war der Sklavenhandel Haupteinnahmequelle Portugals.
 
 
 
Und ansonsten waren die Menschen sehr freundlich und Essen und Trinken hervorragend. - "Ihr könnt ja nur Kroatien!" lästern die Kollegen gelegentlich. Also, es geht auch woanders ;-)

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