Samstag, 29. August 2015

Komm zur Ruhr! - und besuche profanierte Kapellen...

"Katholisch im Ruhrgebiet" heißt ja dieser leider immer recht vernachlässigte Blog, also passt es: Gestern waren wir einmal wieder am Schloß Steinhausen oberhalb des Muttentales, also dort, wo der Erzählung nach der berühmte Hirtenjunge die erste Kohle im Ruhrgebiet gefunden hat.
Die Kapelle von Steinhausen ist für die Katholiken unserer Stadt insofern wichtig, da sie der einzige Ort war, an dem von der Reformation bis ins 19. Jahrhundert die hl. Messe gefeiert wurde, waren doch die einstigen Schloßherren katholisch. Über viele Jahrzehnte war die Kapelle vernachlässigt und verschlossen.
Heute kann man hier standesamtlich heiraten, also quasi säkular mit "Kirchenatmosphäre". Das muß man nicht unbedingt toll finden, allerdings wird die Kapelle dadurch erhalten und von den Pächtern des sehr empfehlenswerten Restaurants recht liebevoll gepflegt. Außerdem heiraten die Paare im Angesicht des Kreuzes und eines Heilandes, der ein Herz für jeden Menschen hat. Das kann ja nicht schlecht sein.
Die heutige Ansicht ist das Ergebnis einer Renovierung im Geist des Historismus Anfang des 20. Jahrhunderts. Sehenswert!




 








1 Kommentar:

  1. Die Kapelle in Steinhausen ist schön - hat wenigstens einen richtigen Altar. Könnte man sofort loslegen. Manche Profnisierung ist besser als eine Modernisierung aus der übervollen Bistumskasse - denn da wird ja zur Zeit noch einmal richtig nachgelegt und noch das weggerissen, was die konziliaren Bilderstürmer übergelassen haben.
    Und nebenan kann man meiner Erinnerung nach gut essen.
    Also, auf zur Ruhr.
    An der wohnen wir ja auch.

    AntwortenLöschen