Sonntag, 29. November 2015

Stinksauer.

Heute wollten wir mit der Choralschola singen, angekündigt im Jahresprogramm und wochenlang geprobt. Drei Minuten vor Beginn ein Anruf des Zelebranten: Introitus fällt weg, weil es ja eh keiner verstehe, Kyrie auch, da bedient man sich selbstformulierter Texte. Wir haben daraufhin alles abgesagt, denn wir möchten ja niemanden mit unserem Gesang belästigen. Wohlgemerkt: Es geht mir nicht um den Choral, das hätte Jugendband und Gospelchor genauso treffen können. Nein, dieser autoritär-gutsherrliche liturgische Klerikalfaschismus im freudlos grauen Gewand des narzisstisch-frustrierten pensioniert-progressiven Salonrevolutionärs ist einfach nur traurig. Und wenn das der gleichzeitig predigtmässig penetrant beschwore "Konzilsgeist" ist, dann verzichte ich gerne, gehe nach Hause und mache mir ein Bier auf...

Kommentare:

  1. Nur sind die Einen die "engagierten Katholiken", die von der bösen Kleresei vergrätzt werden, während die Anderen die bösen Tradis darstellen, denen auch mal Einhalt geboten werden muß.

    AntwortenLöschen
  2. Kommt doch mal nach Paderborn. Unsere Schola kann Unterstützung gebrauchen.
    ;-)

    AntwortenLöschen
  3. Diesen Ärger kann ich -weil in ähnlicher Weise immer wieder selbst erlebt - nachvollziehen. Als (Kirchen)Musiker fragt man sich bisweilen schon, was in den Köpfen und Herzen so mancher Priester vor sich geht.

    AntwortenLöschen
  4. Ich mache auch Kirchenmusik und ich wäre an der Stelle sofort ins nächste Wirtshaus gegangen. Es gibt Dinge, die gehen einfach nicht. Was der Hochwürden wer-auch-immer da gemacht hat, ist eine Respektlosigkeit und komplette Missachtung der Arbeit anderer. Gut - soll er missachten, dann soll er aber auch seine liturgischen Gesänge, bzw das was er dafür hält in Ermangelung einer Orgel selbst vorne pfeifen.

    AntwortenLöschen
  5. Wäre es da nicht besser, die Schola singt in einer alten Messe?

    AntwortenLöschen