Sonntag, 22. März 2015

Passionssonntag: Zwei alte Hungertücher

Ab heute werden die Kreuze und Bilder verhüllt. Es ist wie mit der Liebe: Was man wirklich für jemanden empfindet, merkt man wohl am eindrücklichsten und schmerzlichsten, wenn er einem entzogen ist. Und wenn er dann wieder da ist, sieht man ihn wie mit neuen Augen.
Hier zwei schöne Hungertücher aus dem 17. Jhdt. in Marienbaum, dem ältesten Wallfahrtsort am Niederrhein, zwischen Kalkar und Xanten gelegen und auch von Kevelaer nicht weit. Ein Besuch lohnt sich. Allen einen schönen Sonntag!


Donnerstag, 19. März 2015

19. März: St. Josef und die Traurigkeit der Seele

In der zweiten Strophe eines barock-erzählenden Josefsliedes „Josef, Davids Sohn geboren“ von Wilhelm Nacatenus aus dem Jahre 1662 heißt es:

„Da, vom Heilgen Geist empfangen, Gottes Wort in Fleisch sich hüllt, / ward dein Herz von Angst und Bangen wegen deiner Braut erfüllt; / drauf der Engel hat’s erkläret, dich von aller Furcht befreit: / Gib dass auch in Freud sich kehret meiner Seele Traurigkeit!“

 
Die „Traurigkeit der Seele“ ist vielen nur all zu gut bekannt. Der Dichter Wilhelm Nacatenus ist fest davon überzeugt, dass sie beim hl. Josef gut aufgehoben ist und bringt sie in seinem Lied in Zusammenhang mit der Maria verheißenen Menschwerdung Gottes in Jesus Christus. Kann sich die Traurigkeit so in Freude kehren?
Nun, einen Schalter wird man wohl kaum umlegen können. Aber es darf, wie beim hl. Josef, die Erkenntnis immer fester werden, dass Gott uns Menschen so sehr liebt, dass er selbst Mensch wird, und dass er so auch in den größten Traurigkeiten bei uns ist: „Denn er befiehlt seinen Engeln, dich zu behüten auf all deinen Wegen“, heißt es in Psalm 91.
Einen solchen wie im Lied und im Psalm beschriebenen „Josefsengel“ möchte ich jedem von uns zur Seite wünschen:

Einen Engel, der da ist, wenn unser Herz von Angst und Bangen erfüllt ist.
Einen Engel, der uns die Dinge erklärt, die wir nicht verstehen.
Und einen Engel, der uns von aller Furcht befreit, damit sich jede Traurigkeit in Freude kehren möge.

Dienstag, 10. März 2015

Wenn das die heilige Elisabeth wüßte...

Bei mir auf der Arbeit gab es heute laut Speisekarte den "St. Elisabeth double Deluxe Burger":


War schon lecker... Danke, St. Elisabeth ;-)

Samstag, 7. März 2015

Achtung aufbruchgefährdend!


Vermutlich war hier die gemeinsame Prüfstelle von DBK und ZdK für aufbruchgefährdende Medien am Werk:
"Achtung, wir warnen: In diesen Filmen wird die katholische Kirche vor dem II. Vatikanischen Konzil gezeigt. Bei sakramentalen Handlungen wird die lateinische Sprache verwendet, Messen werden mit dem Rücken zum Volk zelebriert. Eine Beteiligung der gewählten Laiengremien ist kaum wahrnehmbar. Besondere Vorsicht gilt bei den beiden Hauptfiguren: Der eine ist stets deutlich als Priester erkennbar und kommt trotzdem auch mit kirchlich fernstehenden Menschen in Kontakt. Der zweite setzt sich als Politiker nicht ausschließlich für Eigeninteressen ein und ist mit der Fertigstellung seines Volkshauses deutlich schneller als der Berliner Flughafen.
Diese positive Darstellung der Vergangenheit ist heute nicht mehr vermittelbar und führt bei jungen Menschen zu erheblichen Irritationen.
Das ist unverantwortlich und widerspricht allen von uns initiierten und unterstützten Aufbrüchen in unserer Kirche deren positive Auswirkungen wir allerorten wahrnehmen."